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Debatte um größeren Rettungsschirm: Darum geht es

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Brüssel (dpa) - Europäische Krisenländer wie Griechenland und Portugal sind trotz milliardenschwerer Hilfen der Euro-Partner und des Internationalen Währungsfonds (IWF) noch lange nicht über den Berg. In der EU wird deshalb eine Ausweitung der Rettungsschirme debattiert.

Eine Entscheidung soll aber noch nicht beim Frühjahrs-Gipfel der EU am Donnerstag und Freitag (1. und 2. März) in Brüssel fallen, sondern erst im Laufe des Monats. «Ich hoffe und ich bin zuversichtlich, dass die Euro-Länder im März entscheiden werden», hatte EU-Kommissionschef José Manuel Barroso am Montag gesagt.

NEUER RETTUNGSSCHRIM ESM: Der neue dauerhafte europäische Rettungsschirm ESM tritt am 1. Juli in Kraft. Der Fonds umfasst 500 Milliarden Euro, davon werden von den Eurostaaten 80 Milliarden Euro bar eingezahlt.

ALTER RETTUNGSSCHIRM EFSF: Der Rettungsschirm EFSF existiert seit Mai 2010. Von seinen 440 Milliarden Euro sind etwa 250 Milliarden Euro noch nicht für Hilfsprogramme verplant.

RUF NACH MEHR NOTRESERVEN: Die USA, China, die EU-Kommission und auch IWF-Chefin Christine Lagarde fordern höhere Schutzwälle der Europäer gegen die Krise - das würde auf eine Aufstockung der Fonds herauslaufen. Nur so könnten Spekulationen gegen den Euro gestoppt und nötiger Spielraum für mögliche weitere Hilfsprogramme wie in Griechenland geschaffen werden. Debattiert wird auch, die beiden Fonds zusammenzulegen, um eine Schlagkraft von dann 750 Milliarden Euro zu schaffen.

WIDERSTAND: Vor allem Deutschland lehnt höhere Kapazitäten von ESM und ESFF derzeit ab. Deutschland ist aber bereit, den deutschen Cash-Anteil beim ESM von rund 22 Milliarden Euro schneller einzuzahlen als bisher geplant.

EU / Finanzen / Gipfel
28.02.2012 · 21:01 Uhr
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