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De Maizière weist Vorwürfe zu Ausrüstungsmängeln zurück

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Berlin (dpa) - Bundesverteidigungsminister De Maizière (CDU) hat die Vorwürfe des Wehrbeauftragten Hellmut Königshaus (FDP) zu Ausrüstungsmängeln bei der Bundeswehr zurückgewiesen. «Wir nehmen den Schutz unserer Soldaten durch Ausrüstung und Material besonders ernst», sagte er der «Bild am Sonntag».

De Maizière bezeichnete es als großes Verdienst seines Vorgängers Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), «die Ausrüstung der Soldaten in Afghanistan erheblich verbessert zu haben».

Königshaus hatte Probleme etwa bei der Kühlung des Schützenpanzers Marder bemängelt. Zudem seien in deutschen Feldlagern zu wenig Blutkonserven vorhanden, um verletzte Soldaten ausreichend versorgen zu können. Außerdem müsse die Bundeswehr aus Mangel an eigenen Hubschraubern auf Hilfe der US-Armee zurückgreifen.

Nach Angaben de Maizières verfügt der angesprochene Schützenpanzer über eine Klimaanlage. «Die war in diesem Fahrzeug aber ausgefallen. Die Reparatur dauert», sagte er. In der Nutzung der US-Hubschrauber sieht er kein Problem: «Natürlich sind wir bei den Hubschraubern auf Verbündete angewiesen. Wir sind schließlich zusammen im Einsatz. (...) Das ist nicht Abhängigkeit, sondern Zusammenarbeit.»

Die Probleme beim Blutplasma seien im Arzneimittelrecht begründet. In Deutschland dürfe Blutplasma nur fünf Tage lang aufbewahrt werden. «Das deutsche Arzneimittelrecht ist besonders streng. Solche Regelungen helfen im Einsatz wenig», sagte de Maizière.

Konflikte / Bundeswehr / Afghanistan
16.07.2011 · 09:24 Uhr
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