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De Maizière: Flughafen-Kontrollen werden geprüft

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Berlin (dpa) - Nach der Sicherheitspanne am Münchner Flughafen hat Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) eine Überprüfung der Kontrollpraxis angekündigt. Zwar seien die Sicherheitsmaßnahmen in Deutschland bereits auf hohem Niveau.

«Trotzdem prüfen wir am Beispiel des Falles in München, ob und was verbessert werden kann», sagte er der «Bild»-Zeitung (Freitag). «Doch eine hundertprozentige Sicherheit wird es auch hier wie im sonstigen Leben nicht geben. Aber wir tun alles, damit Fliegen sicher ist», so der Innenminister weiter.

Zugleich widersprach de Maizière Vorwürfen, das private Sicherheitspersonal sei wegen geringer Bezahlung und schlechter Ausbildung mit den komplexen Sicherheitsvorkehrungen überfordert. «Polizisten und Beamte von Bund und Ländern sorgen überall für eine ordentliche Kontrolle», sagte der Minister.

Zuvor hatte bereits der CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach Kritik an der Qualifizierung und Bezahlung des Kontrollpersonals an den deutschen Flughäfen zurückgewiesen. Der von der Gewerkschaft der Polizei erweckte Eindruck, «es würden nur Billigstkräfte abgefischt», sei falsch, sagte Bosbach der «Frankfurter Rundschau» (Freitag). Es kämen an Airports nur zertifizierte und tariftreue Sicherheitsfirmen zum Einsatz, ebenso sei die Ausbildung staatlich vorgeschrieben. Die Mitarbeiter stünden zudem unter der Kontrolle der Bundespolizei.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hatte verlangt, die Sicherheit an Flughäfen komplett auf den Prüfstand zu stellen, nachdem ein Reisender trotz Sprengstoffwarnung bei der Kontrolle seines Laptops unbehelligt hatte verschwinden können. Die Panne hatte am Mittwoch auf dem Flughafen München ein stundenlanges Chaos verursacht.

Bosbach zufolge sind an den überregionalen deutschen Flughäfen 6300 Mitarbeiter privater Sicherheitsfirmen im Einsatz, hinzu kämen 700 Beamte der Bundespolizei beziehungsweise der bayerischen Polizei. Die Grundlöhne der privatwirtschaftlichen Kräfte bezifferte der CDU-Politiker in der Zeitung auf 9 bis 13 Euro pro Stunde am Frankfurter Flughafen, bundesweit lägen sie bei elf Euro. Ausreißer nach unten sei lediglich der Saarbrücker Airport mit sieben Euro.

Luftverkehr / Notfälle / Sicherheit / rpt rpt rpt
22.01.2010 · 10:13 Uhr
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