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Dax gibt nach: Spanien-Abstufung und Bernanke belasten

Frankfurt/Main (dpa) - Nach zwei Erholungstagen hat der deutsche Aktienmarkt am Freitag wieder nachgegeben. Marktteilnehmer nannten die Abstufung der spanischen Kreditwürdigkeit sowie die Nachwirkungen enttäuschender Aussagen von US-Notenbankchef Ben Bernanke als Belastungsfaktoren.

Der Dax konnte sein frühes Minus von bis zu eineinhalb Prozent aber reduzieren und stand 0,48 Prozent tiefer bei 6115 Punkten. Etwas stützend wirkte sich gegen Mittag eine Meldung aus, wonach Spanien kurz davor steht, Hilfe für seine Banken zu erbitten. Der MDax fiel um 1,29 Prozent auf 10 096 Zähler. Der TecDax verlor 0,82 Prozent auf 743 Punkte.

«Vor allem die Abstufung Spaniens wog am Morgen recht schwer», sagte Händler Jörg Heineke von der Investmentgesellschaft TAO Capital. Das Ausmaß der Senkung bis auf zwei Stufen über Ramsch-Niveau sei nicht erwartet worden, zudem drohten aufgrund des negativen Ausblicks weitere Abstufungen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wird Spanien aber voraussichtlich noch an diesem Samstag beim Euro-Rettungsfonds EFSF einen Antrag auf Hilfe für seine kriselnden Banken stellen. Zudem wirkten enttäuschende Aussagen des US-Notenbankchefs Bernanke vom Vorabend am Markt noch nach.

Gegenüber den vergangenen Handelstagen war aufgrund der nachgebenden Märkte ein Favoritenwechsel zu verzeichnen. Die am Vortag kräftig gestiegenen Titel der Commerzbank gehörten postwendend mit einem Minus von 3,42 Prozent auf 1,384 Euro zu den schwächsten Dax-Werten. Versorger starteten dagegen eine Gegenbewegung nach oben, nachdem sie am Vortag zu den schwächsten Branchen in Europa gehört hatten. Eon und RWE legten jeweils um etwas mehr als ein Prozent zu. Im MDax waren die Celesio-Aktien nach positiven Analystenstimmen ein Lichtblick: Sie zogen um 3,77 Prozent auf 11,415 Euro an.

Am Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,11 Prozent am Vortag auf 1,05 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,25 Prozent auf 134,46 Punkte. Der Bund-Future stieg um 0,57 Prozent auf 143,93 Punkte. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2468 (Donnerstag: 1,2595) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8021 (0,7940) Euro.

Börsen / Effekten
08.06.2012 · 15:05 Uhr
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