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Dax bleibt nach schwachen Konjunkturdaten unter 6000 Punkten

Der Handelssaal der Börse in Frankfurt am Main. Foto: Frank RumpenhorstGroßansicht

Frankfurt/Main (dpa) - Schwache deutsche und europäische Konjunkturdaten sowie die Verunsicherung über Spaniens Bankenprobleme haben den deutschen Aktienmarkt am Dienstag erneut belastet. Einen Kurseinbruch verhinderten jedoch Hoffnungen auf weitere konjunkturstützende Maßnahmen und eine Lösung der Euro-Krise.

Der Dax verlor letztlich 0,15 Prozent auf 5969,40 Punkte und endete damit den fünften Handelstag in Folge im Minus. Aktien aus der zweiten Reihe und Technologiewerte zeigten sich dagegen überwiegend leicht im Plus. Der MDax stieg um 0,18 Prozent auf 9733,42 Punkte und der TecDax legte um 0,35 Prozent auf 716,38 Punkte zu.

Nach einem positiven Handelsauftakt über der psychologisch wichtigen Marke von 6000 Punkten drehte der deutsche Leitindex rasch ins Minus und verharrte dort. Ausschlaggebend dafür war die für Mai gemessene Wirtschaftsstimmung im Euroraum, die so schlecht ausfiel, wie seit fast drei Jahren nicht mehr. Zudem waren die Auftragseingänge der deutschen Industrie im April deutlicher gesunken als gedacht. Am Nachmittag verhalf der im Mai gestiegene ISM-Einkaufsmanager-Index für die US-Dienstleistungsbranche dem Dax nur zu einem kurzzeitigen Comeback in die Pluszone.

«Eine Schwalbe macht aber noch keinen Sommer. In der Summe lastet der Mix aus weltweit schwachen Konjunkturzahlen und eskalierender Schuldenkrise in Europa weiterhin auf der Stimmung der Marktteilnehmer», sagte Marktanalyst Gregor Kuhn von IG Markets. Keine gemeinsame Erklärung und damit auch keine neuen Impulse brachte die Telefonkonferenz der G7-Staaten am Nachmittag.

Nun richteten sich die Hoffnungen der Marktakteure auf eine Ausweitung geldpolitischer Maßnahmen der Zentralbanken auf beiden Seiten des Atlantiks. Vor der EZB-Zinsentscheidung am Mittwoch seien die Erwartungen ebenso hoch, wie das Enttäuschungspotenzial, so Kuhn. Für Donnerstag werden neue monetäre Kommentare von US-Notenbankchef Ben Bernanke erwartet.

Der europäische Leitindex EuroStoxx 50 verbuchte am Dienstag ein Plus von 0,38 Prozent auf 2087,31 Punkte. Der Cac 40 in Paris gewann mehr als ein Prozent. In den USA notierte der Dow Jones Industrial zum Zeitpunkt des europäischen Börsenschlusses 0,13 Prozent tiefer. In London blieb die Börse auch am Dienstag wegen eines Feiertags geschlossen. Die Aktienmärkte in Asien zeigten sich am Dienstag erholt. Der Nikkei 225 rückte zur Schlussglocke in Tokio um 1,04 Prozent auf 8382 Punkte vor. Der breiter gefasste Topix kletterte um 1,83 Prozent auf 708 Punkte, nachdem er am Vortag auf den tiefsten Stand seit Dezember 1983 gefallen war.

Unter den Einzelwerten waren MAN-Aktien am Dienstag mit einem Plus von mehr als neun Prozent klarer Tagesgewinner im Dax. Auslöser der steilen Aufwärtsbewegung am Nachmittag war die Mitteilung, dass Volkswagen seine Beteiligung am Lkw-Hersteller knapp über die Schwelle von 75 Prozent erhöht hat. VW-Vorzugsaktien verteuerten sich um 0,63 Prozent.

Am Rentenmarkt lag die durchschnittliche Rendite börsennotierten Bundeswertpapiere auf dem Vortagesniveau von 0,94 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,09 Prozent auf 135,08 Punkte. Der Bund-Future kletterte um 0,01 Prozent auf 145,86 Punkte. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,2429 (Montag: 1,2437) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8046 (0,8041) Euro.

Börsen / Effekten
05.06.2012 · 20:31 Uhr
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