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Dauerzustand: Proteste begleiten Koalitionsrunden

Protest vor KoalitionsverhandlungGroßansicht
Berlin (dpa) - Wo auch immer die schwarz-gelben Koalitionsrunden tagen - Proteste an den Verhandlungsorten sind fast schon garantiert. Auch am Mittwoch begleiteten Demonstranten das dritte Treffen der Parteispitzen von Union und FDP in der Landesvertretung Nordrhein-Westfalens am Berliner Tiergarten.

Wie schon seit Beginn der Verhandlungen vor eineinhalb Wochen traten vor allem wieder Gegner der Atomenergie auf - wenn auch nur ein Dutzend und nicht mehrere Hundert wie am Montag vergangener Woche. Die Gruppe «ausgestrahlt» forderte: «AKWs abschalten» und «Macht keinen schwarz-gelben Müll» - in Anspielung auf das Warnzeichen für Radioaktivität in den Farben Schwarz und Gelb.

Die Organisation Campact stellte am Mittwoch vor dem Tagungsort der Wunschkoalitionäre eine Telefonzelle auf. Von dort aus sollten Bürger die Unterhändler anrufen, um für ein Festhalten am Atomausstieg zu werben. Von dem auf zwei Stunden befristeten Angebot machten laut Campact etwa 50 Bürger Gebrauch.

Parallel dazu riefen seit dem Morgen Demonstranten privat in den Büros von Mitgliedern der Verhandlungskommission an, um ihnen Fragen zum Atomausstieg zu stellen. Mehr als 400 hätten ihre Erfahrungen anschließend im Internet dokumentiert.

Der Verband der Familienunternehmer ASU - ehemals Arbeitsgemeinschaft Selbstständiger Unternehmer - befreite unterdessen symbolisch einen gefesselten Mann. «Die Koalition soll die Wachstumskräfte entfesseln», interpretierte ein Sprecher die Aktion. Auch einige junge Mitglieder der IG Metall zog es zum Verhandlungsort, die Auszubildenden wiederum machten lautstark Druck für ihre Übernahme in den Betrieben.

Parteien / Regierung / Demonstrationen
14.10.2009 · 22:33 Uhr
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