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Datenschutzbeauftragter Schaar warnt Politiker vor "Nacktscannern"

Berlin (dts) - Der Datenschutzbeauftragte Peter Schaar hat sich gegen den von Abgeordneten der Koalition geforderten Einsatz von sogenannten Nacktscannern ausgesprochen. "Leider konzentriert sich die aktuelle Debatte auf ein technisches Mittel. Dabei ist immer noch nicht klar, ob es sich bei dem diskutierten Gerät nicht doch um einen Nacktscanner handelt. Gefragt ist dabei einzig und allein ein Detektor, der gefährliche Gegenstände gezielt und sicher erkennt – ohne in die Intimsphäre einzugreifen", sagte Schaar der Tageszeitung "Die Welt" (Mittwochausgabe). Schaar warnte davor, den jüngsten Anschlagsversuch auf dem Flug von Amsterdam nach Detroit zum Anlass zu nehmen, zusätzliche Informationen zu sammeln. "Es hilft nicht, immer mehr Daten von immer mehr Personen zu sammeln", sagte Schaar. "Stattdessen sollten wir stärker Verdachtsmomenten und Hinweisen nachgehen. Der jüngste Fall während des Fluges nach Detroit zeigt diese Notwendigkeit. Über den Täter lagen längst konkrete Hinweise vor, mit denen aber nicht richtig umgegangen worden ist."
DEU / Datenschutz / Flugverkehr
29.12.2009 · 15:53 Uhr
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