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Datenklau: Sony rechtfertigt Netzwerk-Abschaltung

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Neu Isenburg/Berlin (dpa) - Nach dem Diebstahl von Millionen Kundendaten hat Sony die Abschaltung der betroffenen Online-Netzwerke gerechtfertigt. «Wir patchen nicht nur irgendwelche Lücken, sondern bauen eine komplett neue Sicherheitsstruktur», sagte Sony-Sprecher Guido Alt der dpa.

«Das kostet natürlich Zeit.» Er bezeichnete den Diebstahl als «gezielten Angriff von außen» und von einer «kriminellen Dimension». Am Dienstag war bekannt geworden, dass Angreifer die Daten von rund 77 Millionen Sony-Nutzerkonten in 59 Ländern erbeutet haben. Betroffen sind das PlayStation Network (PSN) und der Video- und Musikservice Qriocity. Wie viele Personen betroffen sind, ist nicht klar, da ein Nutzer mehrere Konten haben kann.

Derzeit gebe es keine Hinweise darauf, dass Kreditkartendaten gestohlen worden seien, betonte Alt. In der entsprechenden Datenbank habe man keine Zugriffspuren festgestellt. Da man einen Diebstahl aber nicht ausschließen könne, habe man die Nutzer vorsorglich gewarnt. Die Prüfnummern der Kreditkarten, ohne die in der Regel keine Geschäfte im Internet möglich sind, seien ohnehin woanders gespeichert worden.

Computer / Internet / Spiele / Kriminalität / Datenschutz
27.04.2011 · 23:15 Uhr
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