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Das Versandhaus Quelle

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Fürth (dpa) - Über Jahrzehnte gehörte er quasi zur Grundausstattung eines deutschen Haushalts: Der dicke Quelle-Katalog. Er wurde herumgereicht und lag irgendwann auf fast jedem Küchentisch.

Quelle zählte zu den bekanntesten Marken in Deutschland, und lange Zeit funktionierte das Geschäftsmodell. Doch in diesem Jahrzehnt geriet Quelle ins Schlingern. Zu spät setzte man auf das Internet.

Gegründet wurde Quelle von dem Fürther Kaufmann Gustav Schickedanz (1895-1977). Als «Geburtstag» gilt der 26. Oktober 1927, an dem das Unternehmen in das Handelsregister am Amtsgericht Fürth eingetragen wurde. Quelle wuchs schnell und begann auch nach dem Zweiten Weltkrieg rasch wieder zu florieren. Nach dem Tod des Firmengründers führte dessen Witwe Grete Schickedanz (1911-1994) das Unternehmen.

1999 fusionierte Quelle mit Karstadt zum KarstadtQuelle-Konzern, der später in Arcandor umbenannt wurde. Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz, die Tochter von Gustav und Grete Schickedanz, wurde Großaktionärin bei Arcandor. Das Versandhaus arbeitete unter dem Dach der Primondo-Gruppe, in der der Arcandor-Konzern seine Versandaktivitäten bündelte. Der Jahresumsatz lag zuletzt bei 2,9 Milliarden Euro. Primondo/Quelle beschäftigte in Deutschland rund 10 500 Menschen.

Am 9. Juni stellte die Arcandor AG in Essen Insolvenzantrag für sich und unter anderem die Töchter Karstadt, Primondo und Quelle. Die Insolvenz traf Quelle mitten in einem tiefgreifenden Umbau, der bereits in den vergangenen Jahren zu scharfen Einschnitten geführt hatte.

Handel / Thema
20.10.2009 · 11:22 Uhr
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