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Das Nobelkomitee: Vier Frauen und ein Mann

Oslo (dpa) - Vier Frauen und ein Mann aus Norwegen haben die Entscheidung über den Friedensnobelpreis an US-Präsident Barack Obama gefällt. Die Mitglieder des Nobelkomitees werden jeweils für fünf Jahre nach einem Parteienproporz vom Osloer Parlament «Storting» benannt.

Zum ersten Mal als Vorsitzender amtiert in diesem Jahr der sozialdemokratische Ex-Regierungschef und -Außenminister Thorbjörn Jagland (58). Seine Stellung ist nicht unumstritten, weil er gleichzeitig Generalsekretär des Europarates ist, der in Menschenrechtsfragen kontrovers Stellung bezieht.

Die Sozialdemokraten stellen mit der Ex-Ministerin Sissel Rønbeck (59) ein weiteres Mitglied. Für die Konservativen sitzt deren Ex-Vorsitzende Kaci Kullmann Five (58) im Komitee. Die rechtspopulistische Fortschrittspartei wird von der Ex-Parlamentsabgeordneten Inger-Marie Ytterhorn (68) vertreten. Die Abgeordnete Ågot Valle (64) vertritt die Linkssozialisten, die zusammen mit den Sozialdemokraten und der Zentrumspartei in Oslo regieren. Ohne Stimmrecht, aber mit erheblichem Einfluss arbeitet der Chef des Osloer Nobel-Institutes, Geir Lundestad (64), im Komitee mit. Abstimmungsergebnisse bleiben streng geheim.

Nobelpreise / International
09.10.2009 · 15:21 Uhr
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