News
 

Dänen mit Dum-Dum-Geschossen in Afghanistan

Dänische FlaggeGroßansicht
Kopenhagen (dpa) - Dänische Soldaten der internationalen ISAF-Truppe in Afghanistan haben sich auf eigene Faust mit weltweit geächteter Dum-Dum-Munition ausgerüstet. Die Militärführung in Kopenhagen bestätigte einen Bericht der Zeitung «Jyllands-Posten».

Darin hieß es, bei einem Offizier und zwei Unteroffizieren seien solche «Teilmantelgeschosse» für die Dienstpistolen gefunden worden.

Dum-Dum-Geschosse führen zu besonders schweren inneren Verletzungen, weil ihre Spitze sich beim Eindringen in einen Körper deformiert und innere Organe zerfetzt. Die Munition ist durch die Haager Landkriegsordnung für die Anwendung im Krieg verboten. Die drei dänischen Soldaten wurden nach dem Fund der Munition nach Hause geschickt und sollen vor ein Militärgericht gestellt werden.

Sie hätten die Patronen privat und illegal beschafft und nach bisherigem Kenntnisstand nicht eingesetzt, hieß es weiter. Man sei «zutiefst besorgt über den Vorfall, der dem guten Ruf der eigenen Streitkräfte schweren Schaden zugefügt hat», sagte ein Militärsprecher im Rundfunk. Dänemark hat gut 500 Soldaten im besonders heftig umkämpften Süden Afghanistans stationiert.

Konflikte / Afghanistan / Dänemark
30.09.2009 · 12:22 Uhr
[6 Kommentare]

Die aktuellen Schlagzeilen

 
 

 

News-Archiv

 
Diese Woche
23.03.2017(Heute)
22.03.2017(Gestern)
21.03.2017(Di)
20.03.2017(Mo)
Letzte Woche
Vorletzte Woche
Top News

Weitere Themen