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Dänemark sperrt sich bei Finanzsteuer

Kopenhagen/Brüssel (dpa) - Die dänische EU-Ratspräsidentschaft sieht den deutsch-französischen Vorschlag einer Finanzsteuer mit Skepsis.

Wirtschaftsministerin Margrethe Vestager sagte in Kopenhagen, laut einer EU-Studie könnten solche Steuervorschläge bis zu 0,7 Prozentpunkte Wachstum und tausende Jobs kosten.

«Da jeder darüber spricht, wie man Wachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen ankurbeln kann, sind wir von dänischer Seite sehr zögerlich, uns für einen Vorschlag zu engagieren, der genau den umgekehrten Effekt hätte», sagte die Ressortchefin vor Brüsseler EU-Korrespondenten.

Dänemark, das bisher den Euro nicht einführte und vertraglich dazu auch nicht verpflichtet ist, führt bis Ende Juni die Amtsgeschäfte der Union - und damit auch den Finanzministerrat in Brüssel.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy hatten am Montag deutlich gemacht, dass sie beim Reizthema Finanzsteuer an einem Strang ziehen. Die Kanzlerin sagte, notfalls könnte die Steuer nur in den 17 Euroländern kommen. Debatten im Finanzministerrat hatten 2011 gezeigt, dass es auch starke Widerstände in Großbritannien und Schweden gibt. Beide Länder haben den Euro nicht.

EU / Finanzen / Steuern
10.01.2012 · 17:34 Uhr
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