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CSU pocht auf Betreuungsgeld - FDP: Bedeutungslos

Bei der Einführung eines Betreuungsgelds für Kleinkinder sind sich CSU und FDP uneinig.Großansicht
Berlin (dpa) - CSU und FDP streiten heftig über die Einführung eines Betreuungsgelds für Kleinkinder. Die FDP-Familienpolitikerin Miriam Gruß wies am Mittwoch einen entsprechenden Vorstoß von Bayerns Familienministerin Christine Haderthauer (CSU) zurück.

Er habe «keine reale Bedeutung», sagte sie der Deutschen Presse-Agentur dpa. Die Koalitionsverhandlungen würden nicht über die Medien geführt. Die CSU will ein Betreuungsgeld von monatlich 150 Euro zusätzlich zum Kindergeld erreichen, das alle Eltern mit Kleinkindern unter drei Jahren erhalten, die keine staatlich geförderte Betreuungseinrichtung in Anspruch nehmen. «Beim Betreuungsgeld kommt es zum Schwur», sagte Haderthauer der dpa. Die FDP ist an einen Parteitagsbeschluss gegen die Einführung eines Betreuungsgeldes gebunden.

Haderthauer reagierte auf Pläne von CDU und FDP, das ursprünglich von der Union geschlossen verlangte Betreuungsgeld mit Bildungsgutscheinen auszugestalten. Begründet wird dies damit, dass Kinder, die in bildungsarmen Elternhäusern aufwachsen, im frühen Alter von Impulsen in pädagogisch betreuten Kindergärten sehr profitieren.

Haderthauer sagte: «Das ist unbestritten, aber eindeutig eine andere Baustelle.» Die CSU habe beim Betreuungsgeld «ganz bewusst die Eltern im Blick, die für ihr unter dreijähriges Kind keinen mit hohen Summen von Steuergeldern bezahlten Betreuungsplatz beanspruchen.» Die CSU wolle eine Politik «für die breite Masse der Eltern, die ihrer Aufgabe und Verantwortung bei der Erziehung und Betreuung ihrer Kleinkinder persönlich nachkommen wollen».

Parteien / Regierung / Familie
07.10.2009 · 18:24 Uhr
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