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CSU-Minister kritisiert fehlenden Integrationswillen

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München (dpa) - Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sieht die Hauptverantwortung für Integrationsprobleme in Deutschland bei den Einwanderern.

Herrmann stellte sich am Montag hinter CSU-Chef Horst Seehofer, der am Wochenende zusätzliche Zuwanderung von Menschen aus «fernen Kulturkreisen» abgelehnt hatte. «Es mangelt nicht an der Integrationsbereitschaft der deutschen Bevölkerung, sondern am Integrationswillen mancher Einwanderer, die zum Teil seit vielen Jahren bei uns leben», sagte Herrmann am Montag der Nachrichtenagentur dpa in München.

Herrmann erinnerte an das Fußball-Länderspiel Deutschland - Türkei am vergangenen Freitagabend: Die deutsche Bevölkerung halte es für völlig in Ordnung, dass der türkischstämmige Mesut Özil für die deutsche Nationalmannschaft spiele. «Wer es nicht für in Ordnung hält, sind zehntausende Türken, die seit langem in Deutschland leben und Özil auspfeifen. Das sind genau die Integrationsdefizite, die wir meinen, und es ist auch kein Fehler, diese anzusprechen», sagte Hermann.

«Unsere Position ist völlig klar: Wir haben nicht nur drei Millionen Arbeitslose in Deutschland, sondern weitere Millionen Arbeitslose in Europa, die alle ohne jede Bedingung und Genehmigung eingestellt werden dürfen. Deswegen gibt es überhaupt keinen Anlass, auf massenhafte Zuwanderung von außerhalb zu setzen.»

Migration / Integration
11.10.2010 · 22:51 Uhr
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