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CSU lehnt Transfergesellschaft für Schlecker ab

Berlin (dts) - CSU-Wirtschaftsexperte Ernst Hinsken hat Forderungen auch aus den eigenen Reihen nach einer Transfergesellschaft für die insolvente Drogeriemarktkette Schlecker abgelehnt. "Die Forderung nach der Einrichtung einer Transfergesellschaft, wie sie auch vom CDU-Sozialflügel erhoben wird, ist der falsche Weg", sagte Hinsken, Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Bundestag, dem "Handelsblatt" (Dienstagausgabe). Der Staat könne nicht jeden insolventen Betrieb retten.

"Erstens ist er nicht der bessere Unternehmer. Zweitens war der Strukturwandel in den letzten Jahren nirgends so stark wie im Einzelhandel", sagte der CSU-Politiker Hinsken warnte davor, marktwirtschaftliche Grundsätze über Bord zu werfen. Hier zeige sich erneut das geflügelte Wort: "Wenn ein Kleiner stirbt, kräht kein Hahn. Er ist auf sich allein gestellt. Kommt ein Großer in Schwierigkeiten, wird alles mobilisiert", sagte Hinsken. Den betroffenen Mitarbeitern müsse nicht der Staat, sondern die Bundesagentur für Arbeit helfen. "Sie ist jetzt gefordert, die Betroffenen bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz – auch und gerade in ihrer Heimatregion – zu unterstützen", sagte der CSU-Politiker.
DEU / Parteien / Unternehmen
04.06.2012 · 13:59 Uhr
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