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CSU fordert Nachbesserungen an Gesundheitsreform

Bayerns Gesundheitsminister Markus Söder (CSU)Großansicht

Kloster Banz (dpa) - Unmittelbar nach dem Kabinettsbeschluss zur Gesundheitsreform hat die CSU von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) Änderungen gefordert. Aus bayerischer Sicht bestehe «erheblicher Nachbesserungsbedarf», sagte Bayerns Gesundheitsminister Markus Söder (CSU) in Kloster Banz.

Verbesserungen müsse es geben bei der Verteilung der Ärztehonorare auf die einzelnen Bundesländer und bei den Hausarztverträgen. «Es kann nicht sein, dass auf die bayerischen Patienten höhere Beiträge zukommen, aber die Leistungen möglicherweise sinken.»

Nach den jüngsten Honorarreformen sind die Ärztehonorare im Bundesdurchschnitt um elf Prozent gestiegen, wobei die bayerischen Mediziner mit einem Plus von zwei Prozent am schlechtesten abschneiden. Bei den Hausarztverträgen - einer bayerischen Erfindung - will Rösler die Honorare senken.

Söder kritisierte das Ausmaß der Umverteilung: «Für Bayern gilt es etliches nachzubessern, damit wir nicht einen zusätzlichen Länderfinanzausgleich über die Gesundheit bekommen.» Wegen der zunehmenden Alterung der Bevölkerung meldete er zudem Zweifel an, dass die geplanten Zusatzbeiträge das Gesundheitswesen dauerhaft stabilisieren können. «Ich habe eine gewisse Grundskepsis, ob dieses Modell auf Dauer der demografischen Herausforderung wirklich entspricht», sagte Söder.

Gesundheit / Reformen
22.09.2010 · 22:36 Uhr
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