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Coutts: Kein Bruch von Bankgeheimnis bekannt

Das Gebäude von Coutts in Zürich: Die Privatbank hat dementiert, dass Kundendaten aus dem Haus gegeben wurden. Foto: Steffen SchmidtGroßansicht

London (dpa) - Die Privatbank Coutts hat am Samstag Berichte dementiert, wonach Kundendaten an die Steuerbehörden in NRW weitergegeben worden sein könnten. «Uns sind die fortgesetzten Medienspekulationen über einen Verstoß gegen das Bankgeheimnis bei Coutts bekannt», sagte eine Sprecherin der Bank.

«Nach eingehender Untersuchung gibt es keine Hinweise, die die Vermutung rechtfertigen würden, dass ein solcher Verstoß stattgefunden hat», sagte die Sprecherin weiter.

Die «Financial Times Deutschland» hatte berichtet, das Land Nordrhein-Westfalen habe für 3,5 Millionen Euro eine CD mit Bankdaten von 1000 wohlhabenden Deutschen gekauft, die bei Coutts in der Schweiz Kunden sind. Coutts ist eine auf Vermögensverwaltung spezialisierte Bank, zu deren Kunden unter anderem auch Queen Elizabeth II. gehört. Coutts ist eine Tochtergesellschaft der Royal Bank of Scotland, die zu mehr als 80 Prozent dem britischen Staat gehört.

Nordrhein-Westfalen hatte wiederholt für Millionensummen Bankdaten angekauft, um potenzielle Steuersünder verfolgen zu können. Damit hatte das Land bis zu 500 Millionen Euro in den Landeshaushalt gespült.

Steuern / Deutschland / Schweiz
14.07.2012 · 21:24 Uhr
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