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CNN: Bin Laden lebt komfortabel in Nordwest-Pakistan

Osama bin LadenGroßansicht

Kabul/Islamabad (dpa) - Seit fast neun Jahren ist der Al-Kaida-Chef spurlos verschwunden. Nun soll Osama bin Laden laut CNN im Nordwesten Pakistans geortet worden sein. Belege dafür gibt es nicht, Islamabad dementiert. Die USA sprechen von «keinen Neuigkeiten».

Bin Laden und sein Stellvertreter Eiman al-Sawahiri wohnten dort nicht weit voneinander entfernt in zwei Häusern in relativem Komfort, meldete der US-Sender CNN unter Berufung auf einen nicht näher genannten hochrangigen NATO-Vertreter am Montag. «Niemand von Al-Kaida wohnt in einer Höhle», zitierte CNN den NATO-Angehörigen. Nach dessen Worten werden die Top-Terroristen auch von Mitarbeitern des pakistanischen Geheimdienstes ISI geschützt.

Wie mehrfach in den vergangenen Jahren dementierte die pakistanische Regierung, dass sich der Drahtzieher der Terroranschläge vom 11. September 2001 im Land aufhält. Die USA reagierten zurückhaltend auf den CNN-Bericht. Der US-Sondergesandte für Afghanistan und Pakistan, Richard Holbrooke, sagte in Rom: «Das sind keine Neuigkeiten.» Es vergehe kein Tag, an dem nicht irgendwo jemand zu wissen glaube, wo Bin Laden sich aufhalte.

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) wollte sich an Spekulationen nicht beteiligen. «Ob man Bin Laden fasst, wird man dann feststellen können, wenn man ihn tatsächlich in den Händen hat», sagte er in München. Bin Laden ist seit knapp neun Jahren untergetaucht. Zuletzt wurde zu Monatsbeginn eine Audiobotschaft des Al-Kaida-Chefs publik, in der er auf die Fluten in Pakistan im Sommer einging. Immer wieder wurde in den vergangenen Jahren spekuliert, Bin Laden könne sich im unwegsamen pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan verstecken. Belege dafür wurden nicht vorgelegt.

Nach Angaben von CNN äußerte sich der NATO-Angehörige nicht dazu, wie das Bündnis an die Erkenntnisse gelangt ist. Dem Bericht zufolge sagte die NATO-Quelle über Taliban-Chef Mullah Omar, dieser habe sich in den vergangenen Monaten zwischen den pakistanischen Städten Quetta im Südwesten und Karachi im Süden bewegt.

Der pakistanische Vize-Informationsminister Samsam Bokhari sagte der Nachrichtenagentur dpa: «Geschichten wie diese tauchen immer wieder auf.» Wenn die NATO Erkenntnisse über Bin Ladens oder Al- Sawahiris genauen Aufenthaltsort habe, solle das Bündnis diese Informationen mit Pakistan teilen.

Entsprechend äußerte sich laut CNN Innenminister Rehman Malik. Sollten Pakistan Informationen zur Verfügung gestellt werden, dass Bin Laden und Al-Sawahiri in Pakistan seien, werde man sofort gegen die Terroristen vorgehen. Malik verwies auch darauf, dass sich ähnliche Berichte in der Vergangenheit nicht bewahrheitet hätten.

Der NATO-Vertreter zeichnete dem CNN-Bericht zufolge ein düsteres Bild von der Lage in Afghanistan. «Uns läuft die Zeit davon», sagte er. Die Aufständischen-Gruppen auf afghanischer und pakistanischer Seite der Grenze könnten trotz schwerer Verluste zusammen immer noch bis zu 30 000 Kämpfer aufbringen.

Die NATO-geführte Internationale Schutztruppe ISAF teilte mit, bei einem Luftangriff im nordafghanischen Einsatzgebiet der Bundeswehr seien am Vortag vermutlich mehr als zehn Aufständische getötet worden. Zu dem Luftschlag sei es in der Unruheprovinz Baghlan gekommen. Bei einem Taliban-Angriff in der südafghanischen Provinz Helmand wurden nach Angaben der Provinzregierung acht einheimische Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma getötet.

CNN-Bericht

Terrorismus / Afghanistan / Pakistan
18.10.2010 · 15:33 Uhr
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