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Clinton ruft China zur Wahrung der Menschenrechte auf

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Peking (dpa) - US-Außenministerin Hillary Clinton hat die chinesische Regierung aufgefordert, die Menschenrechte zu wahren. Clinton reagierte damit auch auf die fortwährende Kontroverse um den blinden Bürgerrechtler Chen Guangcheng.

Zum Auftakt einer zweitägigen Dialogrunde zwischen China und den USA in Peking sagte Clinton am Donnerstag während einer einer Rede: «Alle Regierungen müssen dem Wunsch ihrer Bürger nach Würde und Rechtsstaatlichkeit nachkommen, und keine Nation kann oder darf solche Rechte verweigern.»

Chinas Präsident Hu Jintao forderte Respekt zwischen beiden Ländern. Angesichts der verschiedenen nationalen Bedingungen könnten beide Seiten nicht in jeder Frage übereinstimmen. «Wir sollten angemessen mit unseren Differenzen umgehen.» Auf den Fall des Aktivisten, der am Vortag nach sechs Tagen die US-Botschaft in Peking verlassen hatte, gingen weder Clinton noch Hu Jintao öffentlich ein.

In einem Appell an US-Präsident Barack Obama hatte Chen Guangcheng zuvor die USA gebeten, ihm jetzt doch bei der Ausreise aus China zu helfen. In einem Telefoninterview mit dem TV-Sender CNN vom Krankenhaus begründete der 40-Jährige seinen Meinungswechsel mit Sorgen um seine Sicherheit. «Wir sind in Gefahr.» Er berichtete von massiven Drohungen gegen seine Frau. Seine Familie sei als Druckmittel eingesetzt worden, damit er die US-Botschaft verlasse.

Menschenrechte / China / USA
03.05.2012 · 07:47 Uhr
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