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Clinton fordert mehr Anstrengungen gegen Menschenhandel

Washington (dts) - US-Außenministerin Hillary Clinton fordert mehr Anstrengungen, um die "moderne Sklaverei auszurotten". In einem Gastbeitrag in der "Frankfurter Rundschau" (Mittwochausgabe) schreibt Clinton, weltweit lebten heute "zwischen 12 und 27 Millionen Menschen" in Knechtschaft. Frauen, Kinder und Männer seien in der Prostitution gefangen oder leisteten Zwangsarbeit - etwa als Pflücker auf Baumwollfeldern oder Bergleute auf der Suche nach seltenen Erden.

Regierungen müssten vor allem die Schwächsten schützen, Frauen und Kinder. Die Länder sollten ihre Gesetze gegen den Menschenhandel verschärfen und alle Regierungen "mehr Ressourcen für die Suche nach Opfern und die Bestrafung von Menschenhändlern bereitstellen". Auch Bürger könnten ihren Beitrag leisten, indem sie entsprechende Gesetzesinitiativen unterstützen und sich lokal engagierten. Clinton weist in der "Frankfurter Rundschau" zudem auf die Internetseite www.chainstorereaction.com hin, die Firmen "dazu ermutigen" soll, "Zwangsarbeit aus ihrer gesamten Versorgungskette zu eliminieren". Das Problem des modernen Menschenhandels, resümiert die Außenministerin, "mag tief verwurzelt sein, aber es ist lösbar". Clinton betont, Menschenhandel bedeute nicht nur Verletzung und Missbrauch. "Die Opfer werden auch jeglicher Möglichkeit beraubt, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen". Das verletze "unsere grundsätzliche Auffassung, dass alle Menschen überall auf der Welt es verdienen, in Freiheit zu leben, in Würde zu arbeiten und ihre Träume zu verfolgen".
USA / Weltpolitik / Gesellschaft
02.11.2010 · 12:04 Uhr
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