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Chronologie: Vereitelte islamistische Anschläge in Deutschland

Berlin (dpa) - Seit Jahren ist Deutschland im Visier islamistischer Terroristen. Mehrere geplante Anschläge konnten vereitelt werden.

März 2010: Vier Mitglieder der islamistischen Sauerland-Gruppe müssen wegen der Planung von Terroranschlägen auf Diskotheken, Flughäfen und US-Einrichtungen in Deutschland für bis zu zwölf Jahre ins Gefängnis.

Dezember 2008: Wegen der gescheiterten Terroranschläge auf zwei Regionalzüge wird der «Kofferbomber von Köln» zu lebenslanger Haft verurteilt. Wegen technischer Fehler waren die Sprengsätze nicht explodiert. Die Anwälte des Libanesen legen Berufung ein, der Bundesgerichtshof bestätigt das Urteil.

Dezember 2004: Mitglieder der kurdisch-irakischen Islamistengruppe Ansar al-Islam planten, den damaligen irakischen Ministerpräsidenten Ijad Allawi während eines Deutschland-Besuches zu ermorden. Die Polizei hört ihre Telefongespräche ab und nimmt die drei Männer fest.

März 2003: Ein Tunesier wird verhaftet, der angeblich Attentate gegen amerikanische und jüdische Einrichtungen plante. Vor Gericht kann ihm das nicht bewiesen werden. Die Bundesanwaltschaft bleibt jedoch der Ansicht, dass ein Horrorszenario verhindert wurde.

April 2002: Der Polizei gehen mutmaßliche Anhänger der Al-Kaida- nahen Terrorgruppe Al-Tawhid ins Netz. Die Männer planten Angriffe auf das jüdische Gemeindezentrum in Berlin und jüdische Gaststätten in Düsseldorf. Sie müssen bis zu acht Jahre hinter Gitter.

Dezember 2000: Die Frankfurter Polizei fasst mehrere Islamisten, die möglichst viele «Ungläubige» mit einer Bombe auf dem Straßburger Weihnachtsmarkt töten wollten. Sie erhalten Haftstrafen zwischen zehn und zwölf Jahren.

Innere Sicherheit / Terrorismus / Thema
25.11.2010 · 11:02 Uhr
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