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Chronologie: Unwetter-Katastrophen

Berlin (dpa) - Stürme und schwere Regenfälle haben in Deutschland immer wieder Menschenleben gefordert und schwere Schäden verursacht. Einige der folgenreichsten Unwetterkatastrophen seit 1949:

März 1949 - Ein Orkan fegt über Europa hinweg. Allein in Nordrhein-Westfalen werden bei Windgeschwindigkeiten von 120 Stundenkilometern 29 Menschen getötet.

Juli 1954 - In Bayern treten nach Regenfällen die Donau und Nebenflüsse über die Ufer. Zehn Menschen kommen ums Leben. In der DDR werden weite Teile der Elbeniederung überflutet. Zwölf Menschen ertrinken.

Juni 1965 - Regenfälle lösen in Süddeutschland Hochwasser aus. Die Donau steigt in Passau auf fünf Meter über dem Normalstand: 21 Tote.

November 1972 - Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Teile der DDR werden von einem Orkan betroffen. 19 Menschen sterben in der Bundesrepublik, in der DDR 18.

März 1988 - Bei der schlimmsten Hochwasserkatastrophe seit Jahrzehnten werden entlang der Donau sowie am Rhein und der Mosel Ortschaften und Straßen überflutet. Drei Dämme bersten. Mindestens 13 Menschen kommen ums Leben.

Februar 1990 - Heftige Regenfälle und Unwetter ziehen vor allem über Bayern und Baden-Württemberg: Zehn Menschen sterben. Extreme Straßenglätte fordert weitere sechs Menschenleben. Ein zweiter Orkan verursacht in diesem Monat in Nordwesteuropa schwere Schäden. In der Bundesrepublik kommen 15 Menschen ums Leben, in der DDR drei.

Dezember 1993 - Ein Orkan führt im Südwesten Deutschlands zum schlimmsten Hochwasser seit 45 Jahren. Neun Menschenleben sind zu beklagen. Im Bonner Regierungsviertel entstehen am Bau des Abgeordnetenhauses «Schürmann-Bau» Schäden von 406 Millionen Mark.

Juli 1997 - Eine aus Polen kommende Hochwasserwelle erreicht über die Oder das Land Brandenburg. Die Bundeswehr setzt insgesamt 30 000 Soldaten ein. Zwei Deiche brechen. Der Gesamtschaden wurde auf 648 Millionen Mark geschätzt.

Oktober 1998 - Ein Orkantief wütet tagelang über Deutschland. Fünf Kinder und ein Mann ertrinken im Hochwasser; auch mehrere Verkehrstote gehen auf das Konto des Unwetters.

Dezember 1999 - Mit Sturmböen von mehr als 200 Stundenkilometern fegt das Orkantief «Anatol» über Norddeutschland hinweg. Drei Menschen kommen ums Leben.

August 2002 - Nach sintflutartigem Regen rollt ein Hochwasser von Tschechien durch die sächsische Erzgebirgsregion bis nach Hitzacker in Niedersachsen. Zahlreiche Dämme brachen, mehr als 20 Menschen starben.

Mai 2010 - Nach tagelangen Regenfällen haben mehrere Länder Mitteleuropas mit Hochwasser zu kämpfen, Oder, Weichsel und andere Flüsse treten über die Ufer.

August 2010 - Im Dreiländereck Polen, Tschechien und Sachen kommen bis zum Sonntag (8. August) neun Menschen ums Leben. Erneut sind die Flüsse der Region nach starkem Regen weit über die Ufer getreten.

Wetter / Hochwasser
08.08.2010 · 21:48 Uhr
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