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Chronologie: Dramatische Unglücke auf Bohrinseln

Sinkende ÖlbohrplattformGroßansicht
Hamburg (dpa) - Das Unglück auf der US-Ölbohrinsel «Deepwater Horizon» im Golf von Mexiko ist nicht das erste seiner Art. Die bislang größte Katastrophe ereignete sich am 6. Juli 1988 auf der US-Ölplattform «Piper Alpha» vor der schottischen Nordseeküste. Bei einer Explosion starben damals 167 Menschen.

Weitere schwere Unglücke auf Ölplattformen:

23. Oktober 2007: In schwerer See stoßen zwei Ölplattformen im Golf von Mexiko zusammen. 22 Menschen werden getötet, 63 können gerettet werden. Betroffen sind die Plattform «Usumacinta» und der kleinere Bohrturm «Kab 101». Das Unglück rund 30 Kilometer vor dem Hafen von Dos Bocas im mexikanischen Bundesstaat Campeche ereignet sich bei Sturmböen mit Geschwindigkeiten von 130 Stundenkilometern und bis zu acht Meter hohen Wellen.

27. Juli 2005: Vor der indischen Küste etwa 160 Kilometer westlich von Bombay prallt ein Versorgungsschiff bei schwerer See gegen die Ölbohrinsel «Mumbai High North». Die Plattform gerät in Brand. Elf Menschen kommen ums Leben, zwölf weitere bleiben vermisst.

15. März 2001: Explosionen beschädigen einen Schwimmpfeiler der damals weltgrößten Ölplattform P-36, die etwa 120 Kilometer vor der Atlantikküste Brasiliens liegt. Elf Männer werden getötet. Die 120 Meter hohe Anlage mit 1,2 Millionen Liter Diesel und 300 000 Liter Rohöl in ihren Tanks gerät in Schräglage und sinkt fünf Tage später.

18. Januar 1995: Im Atlantik vor der Küste Nigerias sterben bei einer Explosion auf einer Erdölplattform sechs Menschen, vier bleiben vermisst.

25. März 1993: Eine Explosion auf einer Erdölplattform im Maracaibo-See im Westen von Venezuela kostet mehr als 20 Menschen das Leben.

16. August 1984: Nach einer Gasexplosion auf der Atlantik-Bohrinsel «Enchova» vor Rio de Janeiro (Brasilien) entsteht ein Brand. 37 Arbeiter sterben, fünf bleiben vermisst.

15. Februar 1982: Im Atlantik vor Neufundland (Kanada) kentert die in den USA registrierte Bohrinsel «Ocean Ranger». Alle 84 Besatzungsmitglieder kommen ums Leben. Wegen eines Defekts war über die vorderen Ballasttanks bei stürmischer See Wasser eingedrungen.

27. März 1980: Im Sturm bricht einer der fünf schwimmenden Ponton-Pfeiler der norwegischen Versorgungsinsel «Alexander Kielland» im Ekofisk-Feld in der Nordsee. Die Insel diente als schwimmendes Hotel für die Mannschaft der Bohrinsel «Edda». Von den 212 Mann an Bord können 123 nicht gerettet werden. 75 werden tot geborgen, 48 bleiben vermisst.

Umwelt
24.05.2010 · 21:34 Uhr
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