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Chronologie: Die Plagiats-Affäre

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Berlin (dpa) - Im Februar kam die Plagiats-Affäre um die Doktorarbeit von Karl-Theodor zu Guttenberg ins Rollen. Wenige Wochen später trat er als Verteidigungsminister zurück.

16. Februar 2011: Die «Süddeutsche Zeitung» veröffentlicht einen Bericht, in dem der Bremer Juraprofessor Andreas Fischer-Lescano Teile von Guttenbergs Doktorarbeit als «dreistes Plagiat» bezeichnet. Guttenberg schließt Fehler beim Zitieren nicht aus, erklärt aber: «Der Vorwurf, meine Doktorarbeit sei ein Plagiat, ist abstrus.» Die Uni Bayreuth fordert ihn zu einer Stellungnahme auf.

18. Februar: Guttenberg will bis zur Klärung der Vorwürfe durch die Uni auf seinen Doktortitel verzichten. Es gibt erste Strafanzeigen - wegen möglicher Verstöße gegen das Urheberrecht und falscher eidesstattlicher Versicherung.

23. Februar: Guttenberg räumt im Bundestag ein, er habe eine «offensichtlich sehr fehlerhafte Doktorarbeit geschrieben», wolle aber Minister bleiben. Die Uni erkennt Guttenberg den Titel ab.

1. März: Guttenberg erklärt angesichts wachsenden öffentlichen Drucks seinen Rücktritt.

10. April: Die Untersuchungskommission der Uni kommt zu dem Schluss, dass Guttenberg absichtlich abgeschrieben hat. Dieser will die Veröffentlichung des Berichts am liebsten verhindern.

10. Mai: Die Uni Bayreuth veröffentlicht ihren Abschlussbericht. Die Fälschungen durchzögen die Arbeit «als werkprägendes Arbeitsmuster», heißt es darin. Guttenberg spricht von Überlastung.

16. August: Ehefrau Stephanie kündigt in der «Bild»-Zeitung an, die Familie werde für unbestimmte Zeit in die USA gehen.

19. November: Guttenberg meldet sich in der Öffentlichkeit zurück. Er ist inzwischen Experte in einer Denkfabrik in Washington. Als solcher nimmt er an einer Sicherheitskonferenz in der kanadischen Stadt Halifax teil.

23. November: Die Staatsanwaltschaft Hof stellt ein Verfahren gegen Zahlung einer Geldauflage ein.

24. November: In einem Gespräch mit der Wochenzeitung «Die Zeit» äußert sich Guttenberg kritisch zur CSU. Er spricht ihr den Anspruch ab, eine Volkspartei zu sein, und lässt Sympathien für die Gründung einer neuen Partei erkennen.

29. November: Das Buch «Vorerst gescheitert» mit einem Guttenberg-Interview geht in den Handel.

9. Dezember: Neun Monate nach seinem Rücktritt kehrt der Ex-Minister auch in Europa auf die politische Bühne zurück. Gemeinsam mit EU-Kommissarin Neelie Kroes präsentiert er Pläne zur Unterstützung von Netzaktivisten in autoritären Staaten.

EU / Internet / Guttenberg
12.12.2011 · 20:39 Uhr
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