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Chronologie: Die Flutkatastrophe in Südasien 2004

Der Tsunami zerstört am Strand gelegene  Bungalows auf der Insel Phi Phi in Thailand.Großansicht
Hamburg (dpa) - Am zweiten Weihnachtstag 2004 verwüsteten gewaltige Flutwellen die Küsten des Indischen Ozeans. Bei der größten Tsunamikatastrophe seit Menschengedenken kamen mehr als 230 000 Menschen ums Leben. Eine Chronologie:

26. Dezember 2004: Um 7.58 Uhr Ortszeit (1.58 Uhr MEZ) erschüttert ein Seebeben der Stärke 9,1 den Grund des Ozeans vor der Nordwestküste Sumatras. Die Wellen breiten sich binnen Stunden bis an die Küsten Afrikas aus. Zunächst ist von 1500 Toten die Rede, am Abend von 8500.

27. Dezember: Die UN spricht von einer Katastrophe ohne Beispiel. Auch hunderte deutsche Touristen gelten als vermisst.

30. Dezember: Der damalige UN-Generalsekretär Kofi Annan geht von mindestens 115 000 Toten aus. Ein Lazarett-Flugzeug der Bundeswehr holt mehr als 50 Schwerverletzte aus dem Krisengebiet nach Köln/Bonn.

31. Dezember: Indonesien und Sri Lanka sind am schwersten von der Flut betroffen. Die indonesische Regierung rechnet zunächst mit 100 000 Opfern. Die Bundesmarine setzt das Versorgungsschiff «Berlin» in Marsch.

1. Januar 2005: Insgesamt 5700 deutsche Touristen sind bislang zurückgekehrt, mehr als 1000 gelten noch als vermisst. Katastrophale Zustände behindern in Aceh im Norden Sumatras die Hilfsarbeiten. Der US-Flugzeugträger «Abraham Lincoln» trifft vor Sumatra ein.

2. Januar: Die internationalen Hilfszusagen steigen auf mehr als zwei Milliarden Dollar.

4. Januar: Die UN rechnet mit mehr als 200 000 Flutopfern.

5. Januar: Mit Schweigeminuten gedenkt Europa der Opfer. Die Bundesregierung stockt ihre Finanzhilfe auf 500 Millionen Euro auf. Dazu kommen in den folgenden Monaten 670 Millionen Euro private Spenden allein aus Deutschland.

14. März: Das deutsche Tsunami-Frühwarnsystem wird offiziell an Indonesien übergeben.

19. März: Nach ihrem Einsatz in der Provinz Aceh kehren die letzten Sanitätssoldaten der Bundeswehr nach Deutschland zurück. Die 380 Soldaten hatten mehr als 3000 Menschen medizinisch versorgt.

7. Dezember: 537 in Deutschland als vermisst gemeldete Flutopfer konnten identifiziert werden, 15 bleiben verschwunden.

Katastrophen / Tsunami
26.12.2009 · 10:22 Uhr
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