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Chronologie des Absturzes: Hertha steigt ab

Schnell war der Rasen in Düsseldorf voll. Foto: Marius BeckerGroßansicht

Berlin (dpa) - Ende April 2011 jubelten die Hertha-Fans über die schnelle Rückkehr der Berliner ins Oberhaus, im September feierte das Team von Coach Markus Babbel beim späteren Double-Gewinner Borussia Dortmund einen sensationellen Sieg.

Nach deftigen Niederlagen, einem peinlichen Führungsstreit, gleich mehreren Trainerwechseln und dem K.o. in der Relegation darf Hertha nun nur noch auf ein juristisches Wunder hoffen, damit der zweiten Abstieg innerhalb von zwei Jahren vermieden werden kann. Eine Chronologie des Absturzes:

- 25. April 2011: Dank eines 1:0 beim MSV Duisburg steigt Hertha BSC nach einem Jahr Zweitklassigkeit wieder in die Bundesliga auf.

- 10. September 2011: Hertha überrascht den späteren Meister Borussia Dortmund und gewinnt auswärts 2:1. Damit kletterten die Berliner am 5. Spieltag auf Rang acht - die beste Platzierung der Saison.

- 29. Oktober 2011: Hertha gewinnt in Wolfsburg 3:2 - dies wird der letzte Sieg bis Anfang März bleiben.

- November 2011: Erste Spekulationen um einen Weggang von Markus Babbel machen die Runde. Verein und Trainer kommentieren dies nicht.

- 18. Dezember 2011: Hertha stellt Babbel von seinen Verpflichtungen frei, nachdem es zum Hinrunden-Ende in Hoffenheim zur Eskalation im Führungsstreit gekommen war. Trainer, Manager Michael Preetz und Präsident Werner Gegenbauer bezichtigen sich gegenseitig der Lüge.

- 21. Dezember 2011: Im DFB-Pokal-Achtelfinale gelingt Interimscoach Rainer Widmayer ein Sieg gegen Kaiserslautern. Einen Tag später gibt Hertha die Verpflichtung von Michael Skibbe zur Rückrunde bekannt.

- 3. Januar 2012: Skibbe leitet das erste Training und bricht kurz danach ins Trainingslager in die Türkei auf. Dort zeigen sich alle Beteiligten begeistert und optimistisch.

- 12. Februar 2012: Nach fünf Niederlagen in seinen ersten fünf Pflichtspielen setzt Hertha Skibbe schon wieder vor die Tür. Preetz spricht von einer «Fehleinschätzung». Beim Sonntagstraining nach der 0:5-Blamage in Stuttgart kommt zu einem Aufmarsch von Hertha-Ultras auf dem Gelände. Spieler und Betreuer beruhigen die Anhänger.

- 18. Februar 2012: Unter den Übergangstrainern Rene Tretschok und Ante Covic bietet Hertha Borussia Dortmund tapfer Paroli, verliert im heimischen Olympiastadion aber 0:1.

- 19. Februar 2012: Hertha gelingt mit der Trainer-Verpflichtung von Otto Rehhagel ein PR-Coup. Der Altmeister überrascht bei der Vorstellung sofort mit der Bemerkung, er habe «nichts zu verlieren».

- März 2012: Nach dem bitteren 0:3 in Augsburg und dem Absturz auf den Relegationsrang keimt dank eines 1:0 über Bremen Hoffnung auf die Rettung auf. Zwei Wochen später unterliegt Hertha dem FC Bayern 0:6.

- April 2012: Bei zwei Heimspielen gegen direkte Abstiegskandidaten hat Hertha die Chance, Freiburg und Kaiserslautern zu distanzieren. Aber die Berliner ziehen zweimal mit 1:2 den Kürzeren.

- 05. Mai 2012: Am letzten Spieltag vermeidet Hertha dank eines 3:1 gegen Hoffenheim um Ex-Coach Babbel zunächst den direkten Abstieg.

- 15. Mai 2012: Hertha kann die Relegations-Chance gegen Fortuna Düsseldorf nicht nutzen. Nach dem 1:2 im Hinspiel kommen die Berliner unter irregulären Bedingungen in Düsseldorf nur zu einem 2:2 und steigen sportlich ab. Nachdem Fortuna-Fans zwei Minuten vor dem Abpfiff den Rasen stürmen, steht die Partie vor dem Abbruch. Hertha erwägt, mit einem Protest eine Wiederholungsspiel zu erreichen.

Fußball / Bundesliga / Relegation / Berlin
16.05.2012 · 11:48 Uhr
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