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Chronologie: Das politische Leben Oskar Lafontaines

Helfer bemühen sich nach dem Anschlag am 25.4.1990 um Oskar Lafontaine.
Hamburg (dpa) - Seit fast 40 Jahren ist Oskar Lafontaine eine der schillerndsten Figuren in der deutschen Politik:

- 1970: Einzug für die SPD in den saarländischen Landtag

- 1976: Wahl zum Oberbürgermeister von Saarbrücken (bis 1985)

- 1977-1996: Vorsitzender des SPD-Landesverbandes Saarland

- 1985-1998 Ministerpräsident des Saarlandes

- 1987: Wahl zum stellvertretenden SPD-Bundesvorsitzenden (bis 1995)

- März 1990: Nominierung als SPD-Kanzlerkandidat und Herausforderer von Helmut Kohl (CDU) für die erste gesamtdeutsche Bundestagswahl

- April 1990: Attentat einer geistig verwirrten Messerstecherin während einer Wahlkampfveranstaltung

- Dezember 1990: Niederlage bei der Bundestagswahl

- 1995: Mannheimer SPD-Parteitag; Lafontaine setzt sich bei der ersten Kampfabstimmung der SPD-Geschichte gegen Rudolf Scharping als Parteichef durch

- 1998: Bundesfinanzminister der neuen rot-grünen Regierung (bis 1999)

- März 1999: Überraschender Rücktritt als SPD-Chef und Finanzminister wegen Streits mit Kanzler Gerhard Schröder (SPD)

- Mai/Juni 2005: Austritt aus der SPD und Eintritt in die WASG; Lafontaine begründet den Schritt mit der Hartz-IV-Arbeitsmarktreform von Rot-Grün

- September 2005: Übernahme des Vorsitzes der Linksfraktion im Bundestag gemeinsam mit Gregor Gysi

- Juni 2007: Fusion von WASG und Linkspartei. Lafontaine wird neben Lothar Bisky Parteivorsitzender der Linken.

- August 2009: Landtagswahl im Saarland; die Linke mit Spitzenkandidat Lafontaine gewinnt 21,3 Prozent (PDS 2004: 2,3)

- Oktober: Überraschender Verzicht auf eine erneute Kandidatur für das Amt des Fraktionsvorsitzenden im Bundestag.

Parteien / Linke / Personalien
17.11.2009 · 18:43 Uhr
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