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Chronologie: Das Auf und Ab des Gordon Brown

London (dpa) - Der britische Premierminister Gordon Brown stellt sich am 6. Mai zur Wahl. Seine Amtszeit war eine ständige Berg- und Talfahrt. dpa dokumentiert die wichtigsten Ereignisse:

27. Juni 2007: Brown übernimmt von Tony Blair das Regierungsamt in der Downing Street und den Vorsitz der Labour-Partei. Er ist jedoch nicht vom Volk gewählt.

11. August: Labour hält in Umfragen einen großen Vorsprung zu den Konservativen. Spekulationen um eine Parlamentswahl mehren sich.

6. Oktober: Brown erteilt einer Wahl im Herbst eine Absage. Die Opposition wirft ihm vor, er «kneife».

1. Mai 2008: Labour verliert bei den Kommunalwahlen in England und Wales dramatisch und muss auch das Bürgermeisteramt in London an die Tories abgeben.

15. September: Nach dem Kollaps der US-Investmentbank Lehman Brothers erfasst die Finanzkrise das Königreich mit aller Macht. Auch britische Banken geraten ins Schlingern.

7. Oktober: Brown verkündet Bankenrettungsplan und gewinnt wieder Oberwasser.

2. April 2009: G20-Gipfel in London. Brown wird als erfolgreicher Gastgeber gefeiert.

22. April: Regierung verkündet Rekordverschuldung des Landes. Großbritannien steckt so tief in der Rezession wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr.

8. Mai: Der Skandal um falsch abgerechnete Spesen von Abgeordneten beginnt. Alle Parteien werden in Mitleidenschaft gezogen, aber Labour schadet der Skandal am meisten.

19. Mai: Der Präsident des Unterhauses, Michael Martin, tritt wegen des Spesenskandals zurück. Er ist der erste Parlamentspräsident seit mehr als 300 Jahren, der aus dem Amt gedrängt wurde.

2. Juni: Innenministerin Jacqui Smith tritt wegen des Spesenskandals ebenfalls zurück. Eine Welle von weiteren Rücktritten in der Regierung folgt.

4. Juni: Bei den EU-Wahlen in Großbritannien erleidet Labour eine beispiellose Schlappe und wird nur drittstärkste Kraft.

5. Juni: Brown bildet das Kabinett erneut um.

8. Juni: Partei-Rebellen scheitern mit Putschversuch.

Juli: Die Zahl der toten Briten in Afghanistan übertrifft die der Toten im Irakkrieg.

20. August: Der Attentäter des Anschlags von Lockerbie wird begnadigt. Brown gerät unter Druck, weil Kritiker vermuten, dass Öl- Interessen der britischen Regierung in Libyen dahinterstecken.

27. September: Brown begeistert seine Partei beim Parteitag in Brighton. In Umfragen liegt Labour aber immer noch weit hinter den Tories.

6. Januar 2010: Erneuter Putschversuch gegen Brown, der jedoch gleich wieder im Sande verläuft. Labour holt in Umfragen auf.

26. Februar: Großbritannien verkündet als letztes großes Industrieland den Sprung aus der Rezession.

5. März: Nach Blair muss auch Brown vor dem Untersuchungsausschuss zum Irakkrieg aussagen.

31. März: Labour und die Tories haben in einer Umfrage nur noch zwei Prozentpunkte Abstand.

6. April: Brown setzt die Parlamentswahl für den 6. Mai an.

15. April: Der Chef der Liberaldemokraten, Nick Clegg, gewinnt die erste TV-Debatte und wird als Superstar des Wahlkampfes gefeiert.

Wahlen / Großbritannien
07.05.2010 · 00:15 Uhr
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