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Chronologie: Amokläuferinnen eher selten

Berlin (dpa) - Frauen laufen selten Amok. Die Täter sind fast immer männlich. So ist in Deutschland kein mit Lörrach vergleichbarer Fall bekannt. Allerdings gab es Frauen, die eine solche Tat geplant hatten oder bei einem Amoklauf andere verletzten. Im Ausland gab es auch Fälle mit tödlichem Ausgang.

Februar 2010: In den USA erschießt eine Biologie-Dozentin an der Universität von Alabama in Huntsville drei Professoren. Ob der Mehrfachmord als Amoklauf gewertet werden kann, ist strittig. Mögliches Motiv: Die Uni wollte die Frau nicht unbefristet anstellen.

Mai 2009: Eine 16-jährige Schülerin plant, ihre Schule in Sankt Augustin bei Bonn mit Molotow-Cocktails in Brand zu stecken. Sie wird von einer Mitschülerin überrascht und verletzt sie mit einem Schwert. Später stellt sie sich der Polizei.

Februar 2007: In Halberstadt (Sachsen-Anhalt) greift eine 28-Jährige mit einem Küchenmesser drei Menschen an und verletzt sie teilweise schwer. Opfer sind zwei Frauen und ein Jugendlicher. Zuvor soll die Täterin gesagt haben: «Ich gehe jetzt los und steche jemanden ab.»

Februar 2006: In Kalifornien tötet eine Frau zunächst eine frühere Nachbarin, dann sechs Menschen vor und in einer Poststelle in Goleta. Die 44-jährige Täterin nimmt sich anschließend das Leben. Sie war von der Poststelle wegen «psychologisch-medizinischer Probleme» entlassen worden.

April 2003: Eine 31 Jahre alte spanische Ärztin sticht in einem Madrider Krankenhaus mit einem Messer auf Kollegen und Patienten ein. Drei Menschen sterben, fünf weitere erleiden schwere Verletzungen. Die vermutlich geistesgestörte Täterin wird überwältigt.

Kriminalität
20.09.2010 · 22:30 Uhr
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