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Chronologie: AKW Buschehr

Berlin (dpa) - Der Bau des iranischen Atomkraftwerks in Buschehr begann vor rund 35 Jahren. Ein Rückblick: 

1974/1975: Nach einem Auftrag des Schahs an die deutsche Siemens- Tochter Kraftwerk Union beginnen die Arbeiten an zwei Atomreaktoren in Buschehr am Persischen Golf. Laut Vertrag sollen sie bis 1981 fertig sein.

1979: Nach dem Sturz des Schahs steigt Kraftwerk Union aus dem Projekt aus. Angeblich sind die beiden Blöcke zu 80 und 60 Prozent fertig. Die Bauarbeiten werden eingestellt. Im ersten Golfkrieg (1980-1988) zwischen dem Irak und dem Iran werden die Anlagen bombardiert.

1982: Nachdem Teheran mehrfach die Internationale Handelskammer in Paris angerufen hat, entscheidet diese, dass Siemens die noch nicht gelieferten Kraftwerkskomponenten ausliefern muss und mit dem Iran über die Fertigstellung weiterverhandeln soll. Nach Siemens-Angaben werden bis Mitte der 1980er Jahre Bauteile geliefert.

1995: Der Iran und Russland schließen einen Vertrag über den Bau von vier Blöcken. Bis zum Jahr 2000 soll das Kraftwerk ans Netz gehen. Vor allem aus den USA kommt Kritik.

1996: Russische Spezialisten beenden die technische Überprüfung der erhaltenswerten Bausektoren. Russische Baufirmen sollen das Kraftwerk im wesentlichen neu errichten.

2007: Russlands Präsident Wladimir Putin sichert bei einem Besuch in Teheran die Fertigstellung zu, nennt dafür aber keinen Termin.

2009: Russland und der Iran unternehmen einen Testlauf. Es habe sich um einen sogenannten technischen Start der Anlage gehandelt, da der von Russland gelieferte Brennstoff noch von der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA versiegelt sei, hieß es damals.

2010: Frühestens im November soll das Kraftwerk ans Netz gehen.

Atom / Konflikte / Iran / Russland
22.08.2010 · 08:41 Uhr
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