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Chodorkowski will sich für andere Gefangene einsetzen

Der immer noch inhaftierte Platon Lebedew (r.) war Geschäftspartner des einstigen Ölmilliardärs Chodorkowski. Foto: Sergei Chirikov/ArchivGroßansicht

Moskau (dpa) - Der aus dem russischen Straflager entlassene und nach Berlin gereiste Kremlgegner Michail Chodorkowski will sich für andere Gefangene in seinem Land einsetzen.

«Es gibt noch viel zu tun, die Freilassung der Geiseln, die noch im Gefängnis sind, vor allem Platon Lebedew», sagte Chodorkowski der kremlkritischen Zeitschrift «The New Times» in Moskau, für die er als Autor schreibt.

Platon Lebedew war Geschäftspartner des einstigen Ölmilliardärs Chodorkowski gewesen, der mit ihm in zwei international umstrittenen Verfahren unter anderem wegen Steuerbetrugs verurteilt worden war.

Kremlchef Wladimir Putin hatte Chodorkowski nach mehr als zehn Jahren in Haft überraschend aus humanitären Gründen begnadigt. Ex-Außenminister Hans-Dietrich Genscher hatte dabei vermittelt.

Der 50 Jahre alte Putin-Gegner will sich am Samstag mit seiner Familie in Berlin treffen. Dort erwartet er auch seine krebskranke Mutter Marina sowie seinen Vater. «Nach zehn Jahren jetzt ist das ein unglaubliches Gefühl der Freiheit», sagte Chodorkowski in einem kurzen Anruf bei der Zeitschrift «The New Times». Er sei allen dankbar, die geholfen hätten, damit er das Straflager verlassen könne. «Das Wichtigste ist jetzt: Freiheit, Freiheit, Freiheit.»

Menschenrechte / Präsident / Russland
21.12.2013 · 10:51 Uhr
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