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China: Zahl der Erdbebentoten steigt

Erdbebenopfer in ChinaGroßansicht

Peking (dpa) - Mindestens 80 Menschen sind bei den zwei Erdbeben am Freitag in China gestorben, nun hat Premierminister Wen Jiabao die Rettungskräfte zu größten Rettungsanstrengungen aufgerufen.

Die ersten 72 Stunden seien die wichtigsten, sagte der nach Yunnan gereiste Regierungschef der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua zufolge. Bei den zwei Erdbeben der Stärke 5,7 und 5,6 und zahlreichen Nachbeben waren in den Provinzen Yunnan und Guizhou mehr als 800 Menschen verletzt worden.

Wie das Ministerium für zivile Angelegenheiten am Samstag berichtete, wurden 403 000 Häuser zerstört, 201 000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Der wirtschaftliche Schaden soll sich auf insgesamt 3,69 Milliarden Yuan (458 Millionen Euro) belaufen.

Die schlimmsten Verwüstungen richteten die Beben in der Provinz Yunnan im Kreis Yiliang an, wo das Epizentrum lag. In der bergreichen und ärmlichen Region erschwerten Felsstürze und Regenfälle die Rettungsarbeiten. «Die schwierigste Aufgabe für die Retter sind die Wege», sagte Li Fuchun, Bürgermeister der Stadt Luozehe, der Nachrichtenagentur Xinhua. «Die Straßen sind blockiert und die Retter müssen über die Berge klettern, um die schwer betroffenen Dörfer zu erreichen.»

Wen Jiabao verlangte, dass alle vom Erdbeben betroffenen Ortschaften noch am Samstag erreicht werden sollten. «Die Beben sind noch nicht vorbei», warnte der Premierminister. Im Jahr 2008 hatte ein Erdbeben in der benachbarten Provinz Sichuan rund 90 000 Todesopfer gefordert.

Erdbeben / China
08.09.2012 · 14:17 Uhr
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