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China und Südafrika rücken enger zusammen

Chinas Staats- und Parteichef Hu Jintao (r) und Südafrikas Präsident Jacob Zuma wollen ihre politische und wirtschaftliche Kooperation voranbringen.Großansicht

Peking (dpa) - China und Südafrika wollen ihre Kooperation deutlich ausbauen und eine «umfassende strategische Partnerschaft» eingehen. Eine entsprechende gemeinsame Erklärung unterzeichneten Chinas Staats- und Parteichef Hu Jintao und Südafrikas Präsident Jacob Zuma in Peking.

Darin sind 38 bilaterale Vereinbarungen aufgelistet, um die politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen beiden Seiten und auf internationaler Ebene voranzubringen, wie die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Es ist der erste China-Besuch Zumas als südafrikanischer Präsident.

Auf einem Wirtschaftsforum unterzeichneten Wirtschaftsvertreter ferner eine Reihe von Abkommen in den Bereichen Energie, Bergbau, Banken und Eisenbahn. Präsident Zuma warb um mehr chinesische Investitionen. China sei ein wichtiger strategischer Kooperationspartner und Investor, sagte der Präsident auf dem Forum. Die chinesischen Investitionen in Südafrika konzentrierten sich bisher auf den Bergbau und Finanzsektor. Sein Land wolle die Zusammenarbeit auf Infrastrukturprojekte, den Energiebereich, die Kommunikationstechnologie und die Produktion ausweiten.

Die China Railway Group vereinbarte mit der südafrikanischen Standard Bank eine Studie für den Bau einer 400 bis 500 Kilometer langen Hochgeschwindigkeitsstrecke in Südafrika, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete. Das Investitionsvolumen wurde auf 30 Milliarden US-Dollar geschätzt. Südafrika hoffe auf chinesische Kredite. Doch China Railway erwarte, dass Südafrika 30 bis 40 Prozent des Kapitals beitrage. Es gab auch Gespräche über den Bau eines Atomkraftwerkes durch die China National Nuclear Corporation (CNNC) in Südafrika, wie das «Wall Street Journal» berichtete.

Während seiner viertägigen Visite wollte Südafrikas Präsident am Mittwoch auch Regierungschef Wen Jiabao, Vizepräsident Xi Jinping und Parlamentschef Wu Bangguo treffen. Von Peking reist Zuma zum Besuch der Weltausstellung nach Shanghai weiter. In seinem Gefolge befindet sich die größte Regierungs- und Wirtschaftsdelegation, die je einen südafrikanischen Präsidenten begleitet hat. China stieg 2008 zu Südafrikas größtem Handelspartner auf. Der bilaterale Handel legte 2009 trotz Weltwirtschaftskrise auf 119 Milliarden südafrikanische Rand (heute 12,7 Milliarden Euro) zu.

International / China / Südafrika
24.08.2010 · 15:13 Uhr
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