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China: Deutsche Journalisten verhaftet

Peking (dts) - Bei dem Versuch über Proteste in Peking zu berichten, sind am Sonntag mehrere ausländische Journalisten, unter ihnen auch Deutsche, von der chinesischen Polizei verhaftet worden. Medienberichten zufolge war in einem Internetappell dazu aufgerufen worden, in der Pekinger Haupteinkaufsstraße Wangfujing sogenannte "Jasmin-Proteste" nach arabischen Vorbild abzuhalten. Die Sicherheitskräfte reagierten darauf vorbeugend mit einem massiven Aufgebot, Festnahmen und Arresten.

Bei dem Polizeiaufgebot handelte es sich um den größten Einsatz seit den Olympischen Spielen im Jahr 2008. Die wenigen Protestierenden wurden rabiat abgedrängt, unter anderem durch den Einsatz von Reinigungsmaschinen. Die ausländischen Journalisten wurden bei dem Versuch, über die Proteste zu berichten, verhaftet. Unter ihnen befanden sich auch zwei Kamerateams von ARD und ZDF. Sie wurden von Polizisten umstellt und abgedrängt. Nach mehreren Stunden in Haft wurden die Reporter von der ARD wieder frei gelassen. Das ZDF-Team befindet sich noch in Haft. Die deutsche Botschaft ist bereits aktiv geworden, um die Journalisten frei zu bekommen. Unterdessen hat der Regierungschef Wen Jiabao versprochen, die Inflation und steigende Preise zu bekämpfen. "Wir müssen die übermäßigen Preissteigerungen in Grenzen und die Wohnungspreise auf einem angemessenen Niveau halten", schrieb Wen in einem Onlineforum.
China / Proteste / Weltpolitik
27.02.2011 · 13:30 Uhr
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