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Chiles Studenten wieder auf den Straßen

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Santiago de Chile (dpa) - Über 10 000 Studenten und Lehrer sind erneut am Freitag durch die Straßen von Santiago de Chile marschiert.

Nach den letzten Zugeständnissen der Regierung zur Ausweitung der Stipendien will die Studentenbewegung vor den bevorstehenden Dialogrunden über eine Bildungsreform Stärke zeigen. Vertreter der Lehrer und Studenten wurden am Freitag vom Regierungssprecher Andrés Chadwick empfangen. «Das Treffen war ein Fortschritt», sagte die Studentenführerin Scarlett Mac-Ginty beim Verlassen des Regierungsgebäudes in Santiago.

Die Bischofskonferenz unterstützte die Studentenbewegung. Die Bischöfe äußerten am Freitag ihre Hoffnung, dass der Dialog zugunsten der sozial Benachteiligten ausfalle.

Die chilenischen Universitäten sind allesamt gebührenpflichtig. Nur ein Teil der Bevölkerung kann sich den Zugang leisten - meist durch langjährige Kreditaufnahme.

Die konservative Regierung von Sebastián Piñera hatte sich nach massiven Protesten bereiterklärt, Stipendien an 60 Prozent der einkommensschwachen Studenten zu geben. Bisher sollten nur 40 Prozent finanziell unterstützt werden.

Der christdemokratische Oppositionsführer im Senat, Ignacio Walker, erklärte jedoch, die von der Regierung vorgeschlagene Erhöhung des Bildungsetats sei «unzureichend». Die Regierung braucht die Stimmen der Opposition, um den Staatshaushalt 2012 im Kongress durchzusetzen.

Bildung / Demonstrationen / Chile
19.11.2011 · 08:54 Uhr
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