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Chef der Wirtschaftsweisen warnt Griechenland vor Euro-Austritt

Berlin (dts) - Der Chef der Wirtschaftsweisen, Wolfgang Franz, hat Griechenland vor einem Euro-Austritt gewarnt. "Der Konsum und die Investitionstätigkeit in Griechenland brächen ein, die Arbeitslosigkeit nähme rapide zu", sagte Franz der "Rheinischen Post". "Viele griechische Sparer verlören große Teile ihres Vermögens. Insgesamt gesehen kämen die Griechen bei einem Austritt aus der Währungsunion zumindest kurz- und mittelfristig sprichwörtlich vom Regen in die Traufe", warnte der Chef des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (SVR).

Die große Mehrheit der Griechen wolle im Euro bleiben. "Dann muss dem griechischen Wahlvolk aber verdeutlicht werden, dass dies nur möglich ist, wenn die Vereinbarungen über die Reformen eingehalten werden, die Griechen also bei den Wahlen im Juni über einen Verbleib in der Währungsunion abstimmen", sagte Franz. Die Euro-Zone dagegen würde bei einem Ausscheiden Griechenlands zwar hohe Abschreibungen vornehmen müssen, auch seien negative Domino-Effekte in anderen Ländern nicht auszuschließen. "Allerdings hätten diese Ansteckungseffekte nicht mehr so dramatische und unkalkulierbare Folgen wie vor zwei Jahren, weil mit den Rettungsschirmen hohe Brandmauern errichtet wurden und das europäische Bankensystem heutzutage etwas stabiler da steht als seinerzeit", sagte Franz.
DEU / Wirtschaftskrise
19.05.2012 · 08:00 Uhr
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