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Chávez: «Es lebe Libyen und seine Unabhängigkeit»

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Caracas (dpa) - Venezuelas linker Staatschef Hugo Chávez hat sich erstmals über den Internet-Kurznachrichtendienst Twitter zur Situation in Libyen geäußert.

Während einer Rede von Venezuelas Außenminister Nicolás Maduro im Parlament in Caracas twitterte Chávez am Donnerstag (Ortszeit): «Auf gehts, Außenminister Nicolás: Gib den ultrarechten Pitiyanqui eine weitere Lektion. Es lebe Libyen und seine Unabhängigkeit. Gaddafi steht einem Bürgerkrieg gegenüber.»

Der Begriff «Pityanqui» bedeutet in Anlehnung an das franzöische «petit» eigentlich «kleiner Yankee», wird von Chávez aber allgemein als despektierlicher Begriff gegen die Opposition verwendet. Maduro hatte in seiner Rede gewarnt, in Libyen seien die erste Schritte für eine Sezession erfolgt. Der Minister sprach nach einem Zitat der staatlichen Nachrichtenagentur Agencia Venezolana de Noticias von «den ersten Schritten in einem Bürgerkriegs-Prozess, um einer Opec-Nation das Öl abzunehmen».

Libyen habe eine fundamentale Rolle in der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) sowie bei den Blockfreien, der Afrikanischen Union und in der Arabischen Liga gespielt, betonte Maduro. Libyen unterhalte seit den 1960er Jahren eine enge Verbindung zu Venezuela. Chávez und der libyische Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi sind befreundet. 2009 hatte er seinen «Freund» Gaddafi als «einen der größten Staatsmänner des Jahrhunderts» gewürdigt.

Unruhen / Libyen / Venezuela
25.02.2011 · 22:05 Uhr
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