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CERN-Forscher unter Terrorverdacht

Computerzentrum des Teilchenphysiklabors CERN in Genf (Archiv).Großansicht
Paris/Genf (dpa) - Ein Forscher des Europäischen Zentrums für Atomforschung CERN (Genf) soll für den nordafrikanischen Zweig der Terrororganisation El Kaida spioniert haben.

Französische Fahnder hätten den Mann verhaftet, bestätigte CERN am Freitagabend einen Bericht der französischen Zeitung «Le Figaro». Er arbeite an einem Analyseprojekt für den riesigen Teilchenbeschleuniger (Large Hadron Collider/(LHC), erklärte die internationale Organisation.

Der Verdächtige sei nicht fest beim CERN angestellt und arbeite für ein anderes Institut. «Seine Arbeit brachte ihn nicht in Zusammenhang mit etwas, was für den Terrorismus genutzt werden könnte», hieß es. Nach dem Zeitungsbericht soll der Mann die El Kaida im islamischen Maghreb (AQMI) mit Informationen über Ziele für mögliche Anschläge versorgt haben. Der aus Algerien stammende Franzose und sein Bruder seien am Donnerstag in Vienne (Ostfrankreich) festgenommen worden, berichtet das Blatt im Internet.

Der 32-jährige Forscher sei eineinhalb Jahre beschattet worden, heißt es. Die Justiz verdächtige ihn, Anschläge in Frankreich vorbereitet zu haben. Er habe im Internet Informationen über Anschlagsziele mit Leuten ausgetauscht, die mit der AQMI verbunden seien. Bei den beiden Brüdern seien Computer, Festplatten und USB- Speicherstifte sichergestellt worden. Die AQMI ist vor allem in Algerien, aber auch in anderen nordafrikanischen Ländern aktiv und hat mehrfach Anschläge auf französische Einrichtungen angedroht.

Terrorismus / Frankreich
09.10.2009 · 20:36 Uhr
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