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Cern-Forscher gelingt nach Startschwierigkeiten neuer Weltrekord

Genf (dts) - Nach anfänglichen Startschwierigkeiten ist es Forschern am Europäischen Kernforschungszentrum Cern in Genf heute gelungen, Protonen mit nahezu Lichtgeschwindigkeit kollidieren zu lassen. Im Teilchenbeschleuniger Large Hadron Collider (LHC) sei dabei mit Sieben-Tera-Elektronenvolt-Kollisionen ein neuer Weltrekord aufgestellt worden. Zuvor waren zwei Versuche, den Urknall künstlich zu erzeugen, fehlgeschlagen. Schon vor Beginn des Experimentes hatte es erste Komplikationen gegeben, da der Schutzmechanismus durch eine elektrische Störung ausgelöst wurde. Dadurch wurden die Teilchen aus dem 27 Kilometer langen Beschleunigerring herausgelenkt. Nach einem Neustart konnte jedoch mit dem ersten Versuch begonnen werden. In der Röhre werden Protonenstrahlen nahezu auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt, wobei die aufeinander treffenden Teilchen einen Urknall erzeugen sollen. Dies gelang bisher in keinem der durchgeführten Versuche. "Das ist in etwa so, als würde man zwei Stecknadeln durch den Atlantik schießen, die sich auf halbem Weg treffen sollen", so ein Mitarbeiter. Die Experimente sollen noch circa anderthalb bis zwei Jahre andauern.
Schweiz / Wissenschaft
30.03.2010 · 13:26 Uhr
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