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CDU verschiebt Debatte über Gentests auf Dienstag

Untersuchung im Biologischen Labor des Zentrums für Reproduktionsmedizin an der Uniklinik Leipzig.Großansicht

Karlsruhe (dpa) - Die CDU hat die mit Spannung erwartete Debatte über Gentests an Embryonen auf diesen Dienstag verschoben.

Parteichefin Angela Merkel beantragte am späten Montagabend, die heikle Abstimmung nicht unter Zeitdruck noch am Ende des ersten Tages des Kongresses durchzuziehen. Die 1000 Delegierten hatten bis dahin bereits elf Stunden getagt.

Eine erste Entscheidung darüber per Handzeichen wurde von Delegierten angezweifelt. Daraufhin initiierte Merkel eine schriftliche Abstimmung, was Unmutsbekundungen nach sich zog. Die in ihrem Amt am Nachmittag klar bestätigte Vorsitzende mahnte: «Leute, passt mal auf! Das geht nicht auf Zuruf.» Ihr Antrag wurde mit großer Mehrheit angenommen.

Bis zur Parteispitze sind die Christdemokraten gespalten, ob die sogenannte Präimplantationsdiagnostik (PID) verboten oder erlaubt werden soll. Bei dem Verfahren können im Reagenzglas erzeugte Embryonen vor ihrer Einpflanzung in den Mutterleib auf Erbkrankheiten untersucht und aussortiert werden. Für Eltern geht es darum, dass so die Gefahr einer Totgeburt oder die Geburt eines schwer kranken Kindes verhindert werden kann.

Der Parteitag hat am Dienstag drei Möglichkeiten bei der Abstimmung: Die Forderung nach einem Verbot, nach Zulassung in engen Grenzen sowie den Beschluss, gar nicht darüber abzustimmen.

Parteien / CDU / Parteitag / Gentechnik
15.11.2010 · 22:33 Uhr
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