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CDU-Spitze: Wir bieten Konservativen eine Heimat

Bundestagsfraktion CDU/CSUGroßansicht

Berlin (dpa) - Die CDU-Spitze wehrt sich geschlossen gegen Vorwürfe, Konservative hätten in der Partei keine Heimat mehr.

Mitglieder des Präsidiums erklärten am Rande der Klausur des Gremiums am Montag in Berlin übereinstimmend, dass die Konservativen ebenso wie die Liberalen und Christlichsozialen die Partei ausmachten.

Sachsen Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) sagte: «In der Union haben alle Strömungen der Parei ihre Heimat, auch die Konservativen.» Das Rezept einer Volkspartei sei, dass sie auf allen Flügeln Mitglieder habe. Das sei bei der CDU der Fall. «Auch wenn einzelne Mitglieder ausgetreten sind oder sich aus dem Politischen zurückgezogen haben, hat die Partei nicht an Profil verloren.»

Der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion im Bundestag, Peter Altmaier (CDU), sagte: «Die CDU ist die große Volkspartei der Mitte. Das war sie immer. Zu Zeiten von Konrad Adenauer und Helmut Kohl. Das ist sie auch zu Zeiten von Angela Merkel, und das wird sie auch bleiben.»

Vor der CDU-Zentrale hielten einige Menschen ein großes Transparent mit der Aufschrift hoch: «Wenn Christen nicht mehr CDU wählen, wird hier bald Bürofläche frei.» Altmaier sagte: «Die CDU steht vor allen Dingen für wertebezogene Politik.» Insofern sei sie auch die Heimat der Christen. «Aber nicht nur der Christen. Wir machen ein Angebot für alle Menschen in Deutschland.»

Der niedersächsische Ministerpräsident David McAllister (CDU) sagte zu Spekulationen um die Gründung einer Partei rechts von der Union: «Es gibt keinen Bedarf für eine Partei rechts der Union. Ich halte das für eine virtuelle Debatte.» Wichtig für die CDU sei, ihre drei Strömungen gleichermaßen zu bedienen und zu berücksichtigen.

In der ARD nahm er Vertriebenenpräsidentin Erika Steinbach in Schutz, die sich als Konservative in der CDU isoliert fühlt und sich aus dem Vorstand zurückzieht. «Frau Steinbach bleibt eine von uns.»

Der CDU-Fraktionschef im sächsischen Landtag, Steffen Flath, forderte hingegen eine Stärkung des konservativen Profils seiner Partei. Die CDU müsse konservative Nichtwähler zurückgewinnen, sagte Flath im Deutschlandfunk. Das Stimmungsbild an Stammtischen und im ländlichen Raum gebe ihm zu denken.

Gerade bei den Fragen Lebensschutz und Familie müsse die CDU «deutlicher Flagge zeigen». «Wenn nur noch die NPD die Leistungen der Mütter würdigt, dann ist das ein deutliches Zeichen, dass man da etwas verkehrt gemacht hat», erklärte Flath.

Parteien / CDU / Vertriebene / Steinbach
13.09.2010 · 10:12 Uhr
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