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CDU-Konservative verteidigen Merkel

Merkel und KauderGroßansicht
Berlin (dpa) - Konservative und wirtschaftsnahe Christdemokraten haben Bundeskanzlerin Angela Merkel gegen die CDU-interne Kritik verteidigt, die Partei sei unter ihr zu weit nach links gerückt.

Zum zehnten Jahrestag der Übernahme des Parteivorsitzes durch Merkel an diesem Samstag sagte Fraktionschef Volker Kauder, «als konservativer Christ» könne er sich in der CDU unter Merkel «pudelwohl fühlen». Sein Stellvertreter, der Mittelstandspolitiker Michael Fuchs, wies die immer wieder geäußerte Kritik des Chefs der Unions- Mittelstandsvereinigung, Josef Schlarmann, an Merkel ausdrücklich zurück.

Zugleich forderte Fuchs die Vorsitzende in der «Thüringer Allgemeinen» (Samstag) zu strafferer Führung auf: «Sie sollte in dieser schwierigen Situation die Zügel doch etwas fester in die Hand nehmen, indem sie dem einen oder anderen auch mal die Grenzen aufzeigt. So kann es nicht weitergehen. Wir geben als Koalition ein unerfreuliches Bild ab.»

Kauder erklärte auf die Frage der «Leipziger Volkszeitung» (Samstag) nach den Konservativen der Partei: «Es hat jeder die Möglichkeit, seinen Beitrag zur Ausrüstung der CDU zu leisten.» Fuchs sagte auf die Frage nach einer gewissen Grundunzufriedenheit: «Das ist nur ein Teil des Wirtschaftsflügels.» Namentlich nannte er Schlarmann. «Ich habe mich da bisher immer zurückgehalten. Nach seiner Äußerung, die Bundesregierung gefährde mit ihrer Politik den Wahlsieg in Nordrhein-Westfalen, habe ich ihm dann doch deutlich meine Meinung gesagt.» Er fügte hinzu: «Ich wehre mich heftig gegen die Behauptung, die CDU wäre in den letzten zehn Jahren sozialdemokratisiert worden.»

Der CSU-Vizevorsitzende, Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, bescheinigte Merkel, der einst zerrütteten Union wieder «Halt und Orientierung» gegeben zu haben.

Der frühere CSU-Vorsitzende Edmund Stoiber lobte vor allem eine absolute Verlässlichkeit Merkels. «Entgegen manchem veröffentlichten Bild war unsere politische Partnerschaft in erster Linie geprägt von Miteinander, Vertrauen, auch von persönlicher Sympathie», schrieb er in einem Gastbeitrag für den «Münchner Merkur» (Samstag).

Parteien / CDU / Merkel
10.04.2010 · 09:43 Uhr
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