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CDU-Gesundheitsexperte warnt Zahnärzte

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Osnabrück (dpa) - Im Streit um höhere Gebühren für Zahnärzte hat der CDU-Gesundheitsexperte Jens Spahn die Mediziner vor überzogenen Forderungen gewarnt: «Zwanzig, dreißig oder gar sechzig Prozent Steigerung, wie die Zahnärzte sie sich wünschen, wird es sicher nicht geben.»

Eine derartige Anhebung sei «maßlos und den Menschen zu Recht nicht vermittelbar», sagte Spahn der «Neuen Osnabrücker Zeitung».

Nötig sei es, die richtige Balance zwischen einer maßvollen Anpassung der Vergütung und der zusätzlichen Belastung der Patienten zu finden, verlangte Spahn. Eine Erhöhung im einstelligen Prozentbereich sei daher vertretbar, zumal die letzte Steigerung mehr als 20 Jahre zurückliege.

Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Karl Lauterbach, warnte davor, dass sich Durchschnittsverdiener Zahnersatz künftig nicht mehr leisten könnten. «In Zukunft wird man den Wohlstand der Menschen wieder an ihren Zähnen erkennen können», sagte er der in Düsseldorf erscheinenden «Rheinischen Post». Lauterbach kritisierte, dass die neue Gebührenordnung keine strukturelle Reform, sondern nur Honorarsteigerungen enthalte.

Der Verband der gesetzlichen Krankenkassen geht davon aus, dass Kassenpatienten nach der geplanten Gebührenreform für eine Vollkrone künftig 74 Euro mehr zahlen müssen, für eine Teleskop- oder Konuskrone sogar 237 Euro.

Gesundheit / Ärzte / Krankenkassen
21.06.2011 · 07:07 Uhr
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