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CDU-Fraktionsvize Fuchs: Drohungen bringen nichts

Michael Fuchs hält nach dem NRW-Wahldebakel nichts von Drohungen. Der Unionsfraktionsvize schlug nun vor, sich zusammenzusetzen und gemeinsame Linien zu finden. Foto: Karlheinz Schindler/ArchivGroßansicht

Berlin (dpa) - Nach dem Wutausbruch von CSU-Chef Horst Seehofer angesichts des Zustands der schwarz-gelben Koalition bemühen sich CDU-Politiker, die Wogen zu glätten.

«Ich halte nichts von Drohungen, das bringt nichts in der Politik», sagte Unionsfraktionsvize Michael Fuchs (CDU) am Dienstag im Deutschlandfunk. «Man sollte das alles bitte ein bisschen runterhängen, das bringt nichts. Mit öffentlichen Drohungen werden wir mit Sicherheit keine bessere Stimmung für unsere Politik bekommen.»

Seehofer hatte am Montagabend im ZDF-«heute-journal» in einem ungewöhnlichen Auftritt Konsequenzen aus dem Wahldesaster der CDU in Nordrhein-Westfalen verlangt und den dortigen CDU-Spitzenkandidaten und Bundesumweltminister Norbert Röttgen scharf attackiert. Zugleich pochte der CSU-Vorsitzende auf ein Krisentreffen der Vorsitzenden der Koalitionsparteien.

Fuchs schlug vor, «sich vernünftig zusammenzusetzen und gemeinsame Linien zu finden, das ist der richtige Weg. Aber wenn man sich gegenseitig schon vor Kameras droht, glaube ich nicht, dass das das Klügste ist.»

Koalition / CDU / CSU / FDP
15.05.2012 · 21:39 Uhr
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