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CDU-Abgeordneter wollte Polizeichef wegen Bedenken absetzen

Duisburg (dts) - Die Polizei in Duisburg hat nach Informationen der Süddeutschen Zeitung (Dienstagsausgabe) im Vorfeld der Loveparade gegenüber dem Veranstalter und der Stadt Bedenken am Sicherheitskonzept des Veranstalters geübt, ist dabei aber auf massiven politischen Widerstand gestoßen. "Die Polizei in Duisburg hat ihre Bedenken in mehreren Workshops und Besprechungen deutlich gemacht", sagte ein Beamter in Duisburg, der Veranstalter habe darauf aber nicht reagiert. Vor allem der mittlerweile in Ruhestand gegangene Polizeipräsident Rolf Cebin hatte sich wegen Sicherheitsbedenken so heftig gegen die Austragung der Loveparade gewandt, dass der Duisburger CDU-Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Thomas Mahlberg nach SZ-Informationen in einem Brief an den damaligen FDP-Innenminister Ingo Wolf die Absetzung des Polizeipräsidenten forderte.

"Die Duisburger Polizei ließ erklären, eklantante Sicherheitsmängel stünden der Durchführung der Loveparade entgegen. Eine Negativberichterstattung in der gesamten Republik ist die Folge", heißt es in dem Schreiben aus dem Jahr 2009. "Der Eklat veranlasst mich zu der Bitte, Duisburg von einer schweren Bürde zu befreien und den personellen Neuanfang im Polizeipräsidium Duisburg zu wagen."
DEU / NRW / Unglücke / Musik / Loveparade
27.07.2010 · 02:00 Uhr
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