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Caffier: Keine Bundeswehr-Werbung mit Gogo-Girls

Lorenz CaffierGroßansicht
Schwerin (dpa) - Ohne die Wehrpflicht könnte die Bundeswehr nach Ansicht von Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) ihre Aufgaben nicht erfüllen. Viele junge Männer entschieden sich erst während des Wehrdienstes für eine längere Dienstzeit.

Wenn die Wehrpflicht wegfiele, müsste sich die Bundeswehr auf andere Weise um Soldaten bemühen. «Ich möchte nicht, dass wir wie in Amerika irgendwelche Gogo-Girls auf den Marktplätzen haben, die dafür werben: Kommt zur Armee!», sagte Caffier in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa.

Als Vorsitzender des Bundesrats-Verteidigungsausschusses habe er zum 1. Juli Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) zu einer Sitzung eingeladen. Hintergrund ist der Beschluss der Bundesregierung, die Wehrpflicht von neun auf sechs Monate zum 1. Juli zu verkürzen. In der kommenden Woche soll der Bundestag darüber abstimmen. Nach Auffassung der Regierung hat der Bundesrat bei dem Gesetz kein Einspruchsrecht.

Guttenberg will, dass die Zukunft der Wehrpflicht ergebnisoffen geprüft wird. Caffier betont, der Pflichtdienst sei «die Verankerung der Bundeswehr in der Gesellschaft». Auch Missstände würden in einer Wehrpflichtarmee schneller bekannt und abgestellt.

Gespräch: Bernhard Sprengel, dpa

Verteidigung / Bundeswehr / Wehrpflicht
12.06.2010 · 12:38 Uhr
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