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Bunter Ideen-Strauß zur K-Frage der SPD

Steinbrück (l), Gabriel, Steinmeier (r)Großansicht

Berlin (dpa) - Trotz Ermahnungen der Parteispitze ebbt die Debatte über die Auswahl des SPD-Kanzlerkandidaten nicht ab. Der Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil forderte in der «Bild»-Zeitung eine Urabstimmung der knapp 500 000 Mitglieder.

«Vorher kann es nach amerikanischem Vorbild eine TV-Debatte geben, bei der sich alle Kandidaten präsentieren», sagte Klingbeil. Andere Abgeordnete forderten eine Kür noch in diesem Jahr und nicht erst nach der Niedersachsenwahl Anfang 2013.

Ausgelöst hatte die Debatte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig, der am Wochenende eindeutig Partei für den Fraktionsvorsitzenden Frank-Walter Steinmeier ergriffen hatte. Steinmeier lehnte am Dienstag bei einem Messe-Rundgang in Essen eine Stellungnahme zu einer Kanzlerkandidatur strikt ab. Neben ihm gelten noch Parteichef Sigmar Gabriel und der frühere Bundesfinanzminister Peer Steinbrück als Kandidaten. Das Vorschlagsrecht liegt bei Gabriel.

Der frühere Bundesbank-Vorstand und Bestsellerautor Thilo Sarrazin (SPD) hält die Kanzlerkandidaten-Frage zugunsten von Steinmeier für geklärt. «In der Frage der SPD-Kanzlerkandidatur läuft alles auf Frank-Walter Steinmeier hinaus», sagte Sarrazin der Zeitung «Die Welt» (Mittwoch). «Das überaus eindeutige Plädoyer Torsten Albigs hat die Gewichte innerhalb der SPD extrem verschoben. Steinmeiers Chancen steigen damit erheblich, während Peer Steinbrück das Nachsehen hat.»

Parteien / SPD
14.08.2012 · 15:44 Uhr
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