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Bundeswehr-Soldat trotz Fehler bei Kundus-Bombenangriff befördert

Berlin (dts) - Ungeachtet der Fehler beim Bombardement zweier Tanklaster in Afghanistan hat die Bundeswehr den Fliegerleitoffizier Markus W. im vergangenen Jahr nach dem Vorfall turnusgemäß zum Hauptfeldwebel befördert. Eine Nato-Untersuchung hatte dem in der Nacht unter dem Funknamen "Red Baron 20" arbeitenden W. und seinem Vorgesetzten Oberst Georg Klein mehrere Verstöße gegen Einsatzrichtlinien vorgeworfen. Bei der Befragung von W. und dem ebenfalls am Angriff beteiligten Nachrichtenoffizier vor dem Bundestags-Untersuchungsausschuss ergaben sich vergangene Woche neue Widersprüche. So behaupteten W. und der ebenfalls geladene Bundeswehr-Hauptmann, sie hätten mit der Bombardierung ausschließlich die beiden von den Taliban entführten Treibstofflaster als Gefahr ausschalten wollen. Oberst Klein hingegen hatte beschrieben, Ziel seien die Laster und die sie "unmittelbar umgebenden Aufständischen" gewesen, schreibt der "Spiegel" in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe. Markus W., der als JTAC ("Joint Terminal Attack Controller") agierte, widersprach Klein auch in anderen Punkten: So habe er den Vorschlag der Piloten, zur Abschreckung einen Tiefflug über der Sandbank zu unternehmen, mehrmals an den Vorgesetzten weitergegeben. Klein behauptete, die Frage sei "nur einmal, unmittelbar vor dem Abwurf gegen 1.40 Uhr, durch den JTAC an mich herangetragen worden".
DEU / Militär
27.02.2010 · 11:58 Uhr
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