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Bundeswehr geht angeblich Munition für Handfeuerwaffen aus

Berlin (dts) - Der Bundeswehr geht angeblich die Munition für die Handfeuerwaffen der Soldaten aus. Wie das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtet, seien die Bestände vor allem bei den Patronen für die Standardwaffe, das Gewehr G36, unter den Bedarf eines Jahres gesunken. Das Verteidigungsministerium wolle deshalb im Haushaltsausschuss des Bundestages die Freigabe von Mitteln für die Beschaffung neuer Munition erreichen. Nach einer Übersicht des Ministeriums verschossen die Soldaten im vergangenen Jahr allein von der Munitionssorte "5,56 Millimeter Doppelkern", die vor allem im G36 benutzt wird, rund 30 Millionen Schuss. Der Vorrat an dieser Sorte belaufe sich nur auf 26 Millionen Schuss. Engpässe gebe es "bei allen Teilstreitkräften". Grund dafür sei das intensive Training vor allem für den Afghanistan-Einsatz, bei dem die Truppe erheblich mehr Patronen verbraucht als früher. Allein für die G36-Munition sollen nach "Focus"-Informationen 31,2 Millionen Euro ausgegeben werden, die der Haushaltsausschuss noch freigeben muss. Allerdings könne auch dann nicht eine rechtzeitige Lieferung an die Truppe sichergestellt werden, weil Produktionsengpässe und Lieferzeiten von bis zu sechs Monaten drohten.
DEU / Militär
12.02.2010 · 09:46 Uhr
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