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Bundeswehr erhält neue Anweisungen für Afghanistan-Einsatz

Berlin (dts) - Die Bundeswehr hat neue Handlungsanweisungen für den Kampf in Afghanistan erhalten. Verteidigungsminister Franz Josef Jung hat die sogenannte Taschenkarte, die jeder Soldat bei sich führt, überarbeitet. Wichtigste Änderung ist, dass die Bundeswehr nun schneller zur Waffe greifen darf. Laut dem Dokument "dürfen sie nach Beurteilung der Lage den Umständen nach verhältnismäßige militärische Gewalt, einschließlich des Schusswaffengebrauchs, einsetzen". Das bedeutet auch, dass die deutschen Soldaten nicht erst auf einen Angriff warten müssen. Es darf "durchaus auch präventiv gearbeitet werden", betonte am Montag ein Sprecher von Jung in Berlin. Des Weiteren befasst sich die neue Karte vor allem mit den "Grundsätzen für die Anwendung militärischer Gewalt", den dazugehörigen Befugnissen sowie den Regeln zur "Selbstverteidigung und Notwehr". Auch der Ton wird härter. Mussten die Soldaten nach der alten Karte ihren Gegner noch mit Appellen in verschiedenen afghanischen Sprachen drohen, reicht jetzt eine kurzes englisches "ISAF - stop, or I will fire!".
DEU / Afghanistan / Bundeswehr
28.07.2009 · 01:43 Uhr
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